Archiv für 19. Juni 2009

Urlaub in Österreich

Also,  es ist ja immer noch so, dass man sich nach einem langen und schneereichen Winter so richtig auf einen heißen Sommer freut.

Bei der Wahl des Urlaubsortes braucht man daher nicht lange  zu überlegen. In erster Linie denkt man natülich an Strand und Meer. Das heißt – ab in den Süden.

So habe auch ich mich heuer mit meiner Familie entschieden. Dieses Jahr sollte es Griechenland sein. Also buchen und ab in den Flieger.

Bei der Ankunft waren wir entzückt über die Wärme die uns auf dem Rollfeld entgegenschlug.

Am ersten Tag, nach Besichtigung der Anlage, der Poollandschaft und des Strandes, waren wir uns einig, hier hatten wir eine gute Wahl getroffen.

Die nächsten beiden Tage waren ausgefüllt mit sonnen, schwimmen und relaxen. Aber dann gings auch schon los. Die gerötete Haut brannte  und wir suchten jeden Schattenwinkel auf, den wir nur  finden konnten. Müde waren wir, da wir in den schwülen Nächten nicht schlafen konnten – einfach zu heiß für uns Bergmenschen. Und dann erst die Gelsen – diese Viecher hatten es ja wohl nur darauf abgesehen uns zu quälen und zu peinigen. Auch der ganze Müll an jeder Straßenecke weckte unsere Empörung. 

Die Kinder jammerten nach Hausmannskost und auch wir träumten insgeheim von einem guten Bauernbrot, anstatt des dort wohl sehr beliebten Weißbrotes.

Nach 7 Tagen gings dann wieder heimwärts.

Selten war uns die saubere, gepflegte Landschaft rund um Salzburg so bewußt. Gleich am nächsten Tag machten wir eine Wanderung in unsere Alm. Die saftigen grünen Hänge, die blühenden Wiesen, die  saubere Luft, das klare herrliche Wasser genossen wir in vollen Zügen. Es war einfach Balsam für Augen und Seele. Jetzt wußten wir, was Filzmoos wirklich zu bieten hat. Reine Erholung und Gesundheit.

Mit Geld einfach unbezahlbar. Unser nächster Urlaub führt uns ganz sicher nicht mehr in den staubigen heißen Süden. Denn jetzt wissen wir wo es wahre Sommerfrische gibt….

Wandern ist ein Kinderspiel…

Es ist Samstag, kurz nach 16 Uhr, als ich gerade meinen Platz in unserer ‘Wander-Kanzlei’ einnehme und eine 4-köpfige Familie hereinkommt. Vater, Mutter und zwei Kinder im Volksschulalter. Die Familie ist das erste Mal auf Wanderurlaub und hätte gerne einige Wandervorschläge. “Wir haben uns die Wanderkarte angeschaut und möchten gerne mit unseren Kindern einige blaue Wanderungen gehen, da die roten Wanderungen für unsere Kinder wohl zu anstrengend sind”, meint die Mutter. Was der Vater bestätigt: “Genau! Welche leichten Wanderungen können Sie uns empfehlen?”
 
Viele Eltern stellen mir im Büro diese Frage. Die meisten von ihnen sind verwundert, wenn ich sage, dass es mit Kindern besser ist, rote Wanderwege zu gehen als blaue.
Wieso? Für Kinder sind die leichten Wanderwege, meist Forststraßen, sehr langweilig. Kinder brauchen Abenteuer und Abwechslung beim Wandern. Es darf ruhig einmal steil bergauf gehen oder länger dauern, bevor man eine Rast macht. Das Wichtigste ist für Kinder das Abenteuer. Was kommt nach der nächsten Kurve? Ein Bach zum Spielen? Oder noch besser, ein Bach zum Durchqueren? Vielleicht Baumwurzeln zum Darübersteigen? Ein steiler Steig mit Steinen zum Draufsteigen?
 
Ein kleines Beispiel von vielen:
Am Beginn einer Wanderung auf einer Forststraße sagte mir ein 9-Jähriger, dass seine Beine so müde sind. Nach 5 Minuten ging es durch einen Wald steil über einen Steig weiter. Die Müdigkeit war vergessen und der Junge rannte ein kurzes Stück hinauf, kam wieder zurück zu seinen Eltern, erzählte, was er gesehen hatte, und rannte wieder nach vorne, damit er als Erster die Strecke erkunden konnte. So ging es die ganze Wanderung weiter. Von Müdigkeit war keine Rede mehr.
Auch in Zeiten von Fernsehen, Computerspielen und Internet-Surfen sind Kinder noch für das Wandern zu begeistern, nur der Wahl der Wanderung muss stimmen.
 
Schöne Wanderungen wünscht euch,
Coen

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