Archiv für Juli 2009

“Kramer Sattel” - mein Lieblingsberg

Endlich fand ich Zeit um auf meinen Lieblingsberg den “Kramer Sattel” zu wandern. Am Sonntag, bei herrlichem Wanderwetter startete ich um 9.00 Uhr von der Aualm, wanderte hinauf zur Hofpürglhütte und weiter über den Linzer Steig bis  zur Abzweigung zum Kramer Sattel. Am Weg zur Hofpürglhütte genoss ich die herrliche Alpenflora. Ein Fotograf aus unserem Nachbarort Ramsau erzählte mir, dass weit und breit die herrlichste Alpenflora im Gebiet der Aualm zu finden ist. Jedes Jahr so Mitte/Ende Juni macht er sich auf den Weg in die Aualm und fotografiert Blumen. An die 70 verschiedene Blumensorten hat er gezählt.  Ich kann dem nur zustimmen, ich wandere gerne und komme hin und wieder in andere Gebiete - aber so eine vielfältige Alpenflora findet man nur hier.

Von der Hofpürglhütte ging ich weiter unterhalb des Klettergartens den Linzersteig entlang, bis ich nach der Abzweigung Steigl Pass zur Abzweigung “Kramer Sattel” kam. Ich überquerte ein kleines Schneefeld, und zwei ausgewaschene Gräben auf einmal hörte ich ober mir das Geräusch von herabfallenden Steinen. Ich schaute etwas ängstlich und angestrengt nach oben, nach einiger Zeit entdeckte ich in einem Geröllfeld eine kleine Gruppe Gämsen die über das Geröllfeld huschten und den Steinschlag auslösten. Gott sei Dank war ich weit entfernt und es bestand für mich keine Gefahr von den Steinen getroffen zu werden.

Fasziniert beobachtete ich die Gruppe Gämsen, die herumhüpften als wären sie auf einem Spielplatz. Nach kurzer Rast wanderte ich weiter,  immer wieder hörte ich das Pfeifen von Murmeltieren. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte kein Murmeltier sehen, hörte nur ihre Warnpfiffe. Den Wandersteig hinauf zum Kramersattel säumen Enziane, Almrausch, Kuhschelle  und viele andere  kleine Blumen die ich nicht namentlich kenne. Jeder Kräuterhexe schlägt das Herz  am Kramersattel höher - Silber- und Frauenmantel in Hülle und Fülle, bestimmt noch jede Menge andere Bergkräuter säumen den Weg - ich kenne sie leider nicht. Irgendwann beschäftige ich mich mit der Kräuterkunde, denn es heißt nicht umsonst “Jedem Wehwechen ist ein Kraut gewachsen”.

Nach rund 2 Stunden Gehzeit komme ich am Kramersattel an. Jedes Mal ist es wieder ein Erlebnis wenn man den Rücken entlang geht und auf einmal der hintere Gosausee tief unten auftaucht. Ruhig in tiefgrüner Farbe, umgeben vom Lärchenwald liegt er dort unten.

Ich suche mir ein windstilles Platzerl und packe meine Jause aus. Es gibt nichts Schöneres wie dieses Fleckerl Erde, so empfinde ich es immer wieder hier heroben. Die Sicht auf den Gosaugletscher mit Adamekhütte, Torstein, Hochkesselkopf, Gosaukamm und Bischofsmütze ist wunderbar. Was mir jedoch am meisten hier heroben gefällt, ist die Stille. Nur wenige Wanderer verirren sich auf den Kramersattel. Der Weg ist nicht markiert und nur wer den Weg kennt, findet hier hoch.

Vor einigen Jahren war ich mit einer Freundin hier heroben am Kramer Sattel, wir lagen in der Sonne auf einmal tauchte ganz majestätisch in 50 m Entfernung ein Steinbock auf. Neugierig beobachtete er uns und wir ihn, er lies sich durch uns keineswegs stören. Legte sich hin und machte in Sichtweite von uns ebenfalls sein Mittagsschlaferl. Das war bis jetzt das schönste Erlebnis am Kramersattel. Ich dachte Steinböcke sind scheue Tiere, aber ein Jäger klärte mich auf, dass Steinböcke sehr neugierige Tiere sind und nicht so scheu.

Nach ca. 1 Stunde Rast mache ich mich auf den Rückweg. Beim Hinuntergehen wechselte unter mir ein stattlicher Gamsbock von einer Seite zur anderen und querte meinen Weg. Kurz vor der Hofpürglhütte beobachtete ich im Klettergarten mehrere Gruppen Kletterer, die die verschiedensten Routen ausprobierten. Der “Klettergarten Hofpürglhütte” ist einer der größten und best ausgebautesten Klettergärten Österreichs. Viele Kletterer nutzen den Klettergarten zum Trainieren.

Bei der Hofpürglhütte kehrte ich dieses Mal nicht ein. Ich ging bis zur Kirchgasshütte/Aualm hinunter und dort empfing mich “Justi und Lilli”, die beiden jungen Sennerinnen, die heuer das erste Jahr auf der Aualm sind. Einige Einheimische traf ich auf der Aualm und bei Frichkäse mit Tomaten, Balsamico Essig und Olivenöl lies ich es mir gut gehen. Als  süssen Abschluß noch ein Kaffee und einen Krapfen - einfach herrlich.

Ich habe diesen Sonntag sehr genossen und mir Kraft für eine Arbeitswoche geholt. Wenn Sie etwas Kondition haben und trittsicher sind, empfehle ich Ihnen den Kramer Sattel. Nehmen Sie sich jedoch einen Wanderführer, da der Weg nicht markiert ist. Coen und Martin von ”Filzmoos Aktiv”  gehen gerne mit Ihnen hinauf. Ungefähr alle 2 Wochen ist der Kramer Sattel auch im Wanderprogramm von “Filzmoos Aktiv”.

Vielleicht treffen wir uns einmal am Kramer Sattel

Ihre

Eva Salchegger

Auf den nachfolgenden Fotos sehen Sie den tiefblauen kleinen Enzian, Almrausch (Alpenrosen) mit Hintergrund Bischofsmütze, und einen Steinbock, den ich dieses Mal leider nicht am Kramer Sattel gesehen habe.

 

enzian

mutzealmrausch

steinbock

Almsonntag

Es gibt ihn wirklich noch. Den echten Almsonntag.

Da das Wetter jetzt immer so schön war, und wir die Heuernte erfolgreich eingebracht hatten, beschlossen wir, uns mit einer schönen Almwanderung zu belohnen. Wir, das waren in diesem Fall meine Familie, ich und noch zwei befreundete Familien mit jeweils zwei Kindern.

Wir starteten unseren Wandertag von der Aualm aus und wanderten zur Mahdalm über die Sulzkaralm. Dort gingen wir noch ein Stück ( ungefähr 30 min. ) weiter bis zur Looseggalm. Es war für uns alle das erste Mal auf dieser Hütte. Ein wunderbares Panorama lag vor uns. Das Tennengebirge drohnte hinter einem weitläufigen Talkessel. Es herrschte eine wunderbare Weitsicht und die Temperaturen waren äußerst angenehm und nicht zu heiß, obwohl sich  fast  ein wolkenloser blauer Himmel über uns spannte. Nachdem uns eine junge, fesche Sennerin im Dirndlkleid einen echten, richtigen “Kasjausn” von der Alm serviert hatte, gings dann wieder Richtung Heimat. Wir wählten den sogenannten Linzersteig am Fuße der Bischofsmütze als Rückweg.

Wir marschierten ca. 90 Minuten, bis wir dann wieder bei der Sulzkaralm  ankamen. Und da gings richtig lustig zu. Drei ganz junge Burschen musizierten dort. Man sah ihnen die Freude am spielen richtig an. Die jungen Musikanten hatten auch das schöne Wetter genützt, um auf die Alm zu gehen. Schön, dass es sowas heutzutage noch gibt - den die Buben spielten wirklich aus reiner Freude an der Musik und aus purer Lebenslust jodelten sie ein Volkslied nach dem anderen. Alle Gäste waren begeistert. Ich glaube es gab nicht einen Wanderer, der diesen Sonntagnachmittag auf der Alm nicht in vollen Zügen und mit allen Sinnen genoß.

Ja, sowas echtes und unverfälschtes gibt es bei uns in den Bergen noch.

Gott sei Dank erkennt unsere Jugend wieder die Werte der Traditionen und setzt diese auch wieder mit Freude fort.

Ich wünsche uns allen noch einen schönen Almsommer und noch viele so unverhoffte nette Zusammenkünfte.

Herzliche Grüße

Barbara Vierthaler - Kleinbergalm

“Filzmoos Brummi” zu Besuch in Filzmoos

Bei herrlichstem Sonnenschein besuchte uns der “Filzmoos-Brummi” in Filzmoos.  Normalerweise trifft man den “Filzmoos Brummi” auf den Straßen und Autobahnen  in Deutschland, aber ab und zu zieht es ihn nach Filzmoos und er kommt auf  Urlaub zu uns.

Unser Brummi feierte heuer seinen 8. Geburtstag und zum Geburtstag hat ihm sein Besitzer eine neue Zugmaschine mit 680 PS gekauft.  Nicht schlecht, so ein Geburtstagsgeschenk - edel in silber gehalten, Ledersitze, 1 Schlafkoje mit 2 Betten - einfach vom Feinsten. Sein Besitzer, Gerhard Wirths, Unternehmer aus Gummersbach, sowie langjähriger Stammgast in Filzmoos, verwöhnt den Filzmoos Brummi sehr.

Gerhard, der immer ein offenes Ohr für Filzmoos hat, wirbt nicht nur am Filzmoos-Brummi für Filzmoos, auf weiteren LKW´s und Bussen seines Fuhrparkes gibt es “Filzmoos-Aufschriften”.  Ein herzliches “Dankeschön” dir und deiner Familie, zu soooo großer Treue zu Filzmoos und die viele, gute Werbung, die du für uns machst. Bestimmt mehr als 1000 Gäste sind bereits durch Gerhard Wirths nach Filzmoos gekommen.

Neben dem Besitzer Gerhard Wirths pflegt und hegt unseren Filzmoos-Brummi noch jemand auf das Liebevollste und dies ist “Axel” der Chauffeur des Brummis. Axel verbringt die meiste Zeit mit dem “Filzmoos Brummi” und er hütet ihn wie seinen eigenen Augapfel. Danke für deinen Einsatz, deine liebevolle Pflege, man merkt der “Filzmoos Brummi” ist dir sehr ans Herz gewachsen.

Dieses Mal war der Filzmoos-Brummi nicht nur auf Urlaub in Filzmoos, er hatte wirklich eine “schwere” Aufgabe zu meistern. “6 Oldtimer-Traktoren” transportierte er von Gummersbach nach Filzmoos und retour. Ich traute meinen Augen nicht, als sechs Traktoren aus unserem Filzmoos-Brummi heraus fuhren.  Kaum zu glauben, dass 6 Traktoren im “Filzmoos Brummi” Platz haben.

Ja, man darf  den Filzmoos Brummi nicht unterschätzen, er transportiert  normalerweise Papier, Hackschnitzel……. - einfach alles was so anfällt.  Manchmal gehen auch wir Filzmooser mit Brummi  auf “Werbefahrt”  und er befördert  für uns eine Almhütte, Prospektmaterial, Tannenbäume, Musikinstrumente, Speck, Honig, Bier, Schnaps und vieles mehr  -  Dinge die wir für eine Messe bzw. ein Fest brauchen.

Der Filzmoos Brummi erregte mit uns großes Aufsehen auf der Messe in “Alsfeld” und beim Bauernherbstfest in Mechelen (Belgien). Wir  freuen uns schon auf einen nächsten Einsatz mit dem “Filzmoos Brummi”.

Jetzt verrate ich Ihnen noch etwas,  ich durfte mit dem “Filzmoos Brummi” bei seinem letzten Besuch in Filzmoos mitfahren, wir drehten eine Runde durch Filzmoos und ich fühlte mich dabei wie eine Königin.

Sind Sie neugierig wie unser “Filzmoos Brummi” ausschaut?  

Hier ist er:  

filzmoos-brummifilzmoos-brummi-2filzmoos-brummi-3

 

Übrigens, über Reaktionen wenn Sie den “Filzmoos Brummi” irgendwo sehen, freuen wir uns sehr.

Herzliche Grüße aus Filzmoos

Eva

Bärtl geht los!

Endlich Ferien und das heißt, dass Bärtl’s Kinderklub los geht. Dieses Jahr mit einem neuen Programm mit täglichen Themen wie zB. Tiere, Western, Berufe, Natur und Kochen.

Das Programm von Bärtl’s Kinderklub ist so gestaltet, dass die Kinder viel über das Leben in den Bergen erfahren. So lernen wir bei lustigen Wanderungen über die Tier- und Pflanzenwelt, beim Kochkurs bereiten wir Österreichische Spezialitäten zu und abenteuerlich geht es beim Westerntag zu. Wir lassen uns sogar alles über die Bienen und den Honig von einem erfahren Imker erklären.

Weil die meisten Eltern arbeiten und während des Urlaubes gerne ein bisschen Zeit mit den Kindern verbringen möchten, dürfen sie beim Programm gerne mitmachen. Kindern gefällt es in geselliger Runde, es macht auch viel mehr Spaß mit anderen Kindern zusammen. Eltern können sich dabei gemütlich miteinander unterhalten. So lernt jeder neue Leute kennen und das macht richtig Spaß.

Ein paar kleine Programmänderungen gibt es. So wird der Westerntag jetzt jede Woche am Freitag stattfinden, sodass die Gäste die nur eine Woche unser schönes Filzmoos besuchen, nicht entäuscht werden.

Wir machen mit den Pferden eine tolle Kutschenfahrt mit anschließendem Lagerfeuer am Almsee. Besonders lustig sind unsere Kochkurse beim Gasthof Zeferer und in der Pizzeria Pionocchio. Beim Gasthof Zeferer gibt es heuer einen neuen, tollen Barfußweg, wo wir mit unseren Füßen verschiedene Materialien spüren können.

Ein neuer Programmpunkt ist unsere Geisterwanderung. Wir gehen erst um 22.00 Uhr los und suchen uns mal die Geister und Gespenster im Wald. Wer Lust hat, kann gerne mitmachen!

Auf Euer Kommen freut sich der Bärtl.

“kumm auffi! - loss da´s guad geh!”

Vom 28. Juni bis 05. Juli 2009 fand wieder das einzigartige Event “kumm auffi! - loss da´s guad geh! am Almsee bei den Hofalmen statt. Es war eine großartige Veranstaltung. Ein Almwohnzimmer mit vielen individuellen Sofas hat am Almsee und rund um den Almen zur Rast eingeladen.

Das Ambiente des Almwohnzimmers in freier Natur inmitten der idyllischen Naturkulisse der Bischofsmütze war einfach großartig. Hier konnte man abschalten und den Alltag hinter sich lassen.

Programmpunkte wie die Kindermalwerkstatt, das Almrosenfest auf der Unterhofalm, der Bergfilm “Im Reich des Steinadlers”, das lustige Kinderprogramm mit dem Clown Lupino, der Diavortrag von Herbert Raffalt… waren ein voller Erfolg. Die Besucher waren alle begeistert und freuen sich schon auf “kumm auffi!” - loss da´s guad geh!” im nächsten Jahr (voraussichtlich von 04. bis 11. Juli 2010).

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr im Rahmen von “kumm auffi!” eine Musikantenroas mit jungen Musikanten vom Leit´n Toni jun. Viele junge Musikanten aus Filzmoos, Eben, Altenmarkt, Flachau, Wagrain, Radstadt, Forstau und Pichl musizierten auf der Unterhof- und Oberhofalm, im Almwohnzimmer am Almsee und bei der Bögrainalm.

Hier geht´s zu unserer Bildergalerie.

Vielleicht haben Sie Lust bekommen und besuchen uns im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: “kumm auffi! - loss da´s guad geh!”.

Mit herzlichen Grüßen aus dem sonnigen Filzmoos!
Martina 

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9.Filzmooser Kleinfeldfußballturnier

Liebe Gäste, liebe Einheimische !

Am Samstag, den 18. Juli 2009 beginnt um 14:00 Uhr am Sportplatz das schon traditionelle Kleinfeldfußballturnier für Vereine vom Ort. Schaut euch an was Sie alles am Ball können -die Feuerwehrkameraden, die Mitglieder des Kameradschaftsbundes, die Musikanten der Trachtenmusikkapelle, die Skiklubmitglieder ………. usw. !

Auch die Damen des USK Filzmoos werden in ihren neuen Dressen in einem Freundschaftsspiel ihr Können unter Beweis stellen!

Im Anschluß an das Turnier findet ein kleines Fest statt. DJ Heinz wird dabei für tolle Stimmung und gute Unterhaltung sorgen.

Auch für das leibliche Wohl wird natürlich bestens gesorgt werden und es gibt eine Tombola mit tollen Preisen!!!

Also schauts vorbei - der Eintritt der ist frei !

Auf euren geschätzten Besuch freuen sich ganz besonders die Spieler und der Vorstand des USK Filzmoos !

Kirchi darf wieder Skifahren

Es ist nun soweit!! Das Konditionstraining und die Therapie sind super verlaufen und Michi hatte bis jetzt überhaupt kein Problem mit ihrem Knie und das ist mehr als nur positiv!! Und diese Woche darf sie endlich wieder auf die Ski steigen und die ersten Kurven, seit der Knie- und Knorpelverletzung, in den Schnee ziehen!

Den absoluten Härte-Test hatte Kirchi letzte Woche, als sie mit ihren Kolleginnen den Großglockner bezwungen hat! :-)
Das war ein absolutes Highlight in der ganzen Vorbereitung! Das Wetter war zwar nicht perfekt, aber die Osttiroler Bergführer haben die Mädls sicher den Berg rauf gebracht, und natürlich auch wieder runter! Das war ein ganz besonderes Gefühl für unsere Michi, auch wenn sie nicht wirklich viel gesehen hat, so war doch Anspannung und auch ein bisschen Adrenalin dabei!

In der Zwischenzeit ist das Fanclubfest auch schon wieder vorbei und der Fanclub sowie Michi möchten sich noch einmal bei allen bedanken die wieder dafür gesorgt haben, dass es ein gemütlicher und lustiger Abend auf der Reitalm geworden ist!

DANKE!!!

Honig - Gold aus der Natur

Endlich ist  es wieder soweit.

Unsere Bienen waren fleißig und die Waben prall gefüllt.

Da es im Mai sehr schön war und und die Wiesenblumen äußerst üppig geblüht haben, hatten unsere Bienen natürlich viel Arbeit und haben sehr emsig gesammelt.

Gestern durften wir unseren ersten Honig schleudern. Wie pures Gold floß die dicke, süße Masse ins Faß. MMhh, wie das duftete. Reinster Blütenhonig - vom Feinsten. Wenn man einmal selber beim Honigschleudern dabei ist,  weiß man die Kostbarkeit und Reinheit dieses Produktes noch mehr zu schätzen. Der Höhepunkt beim Honigschleudern ist natürlich das Auskauen der Waben. Da warten dann schon alle ungeduldig, dass jeder ein kleines Stück Honigwabe auskauen darf - eine Köstlichkeit welche es nur einmal im Jahr gibt.

Aus einem Stock konnten wir heuer 14 kg Honig gewinnen. Insgesamt haben wir drei Stöcke, das heißt drei Bienenvölker.

Somit hatten wir dieses Jahr eine ausgesprochen gute Ernte. Danke liebe Bienen, wir wissen es zu schätzen.

Honig kann man nicht nur auf dem Butterbrot genießen. 

 Zur Stärkung, Beruhigung und Entspannung ein ausgezeichnetes Rezept:

1 EL Honig mit 1 El Apfelessig mischen - in einem Glas lauwarmen Wasser auflösen und tägl 2x trinken. 

Noch ein Geheimtipp: Honig auf offene und aufgesprungene Lippen streichen lindert und heilt sofort. Nach 5 Min. einfach abschlecken.

Für eine weiche pralle Gesichtshaut: 1 EL Honig mit 2 EL Naturjoghurt  mischen - auftragen und antrocknen lassen, danach mit lauwarmen Wasser abwaschen und die Haut  fühlt sich pfirsichzart an.

Rohkost für heiße  Tage:  Karotten raspeln - mit Honig, Orangensaft u. einem Spritzer Zitronensaft vermischen ergeben einen gesunden u. köstlichen Snack.

P.S. Natürlich ist nur “ECHTER Bienenhonig ” wertvoll.

Ein schönes Wochenende und “honigsüße ” Grüße vom Kleinberg

sendet Euch Barbara

Schneckenralley, See wo normalerweise kein See ist!

Letzte Woche bekam ich lieben Besuch aus Niederösterreich. Wir wollten wandern, da es  aber regnete wußten wir nicht recht, ob wir gehen sollen oder nicht. Richtig Lust hatte keiner von uns beiden, aber dann entschlossen wir uns doch für eine kleine Wanderung in die Hofalm. Gut ausgerüstet mit festen Wanderschuhen, Regenjacke, Kapperl und Schirm gingen  wir durch den Ort Richtung Mautstelle. Wir überholten eine kleine Gruppe Kinder und Erwachsene, die alle eine Dose mit Blättern ausgelegt in der Hand hielten, und am Boden herum suchten. Ich fragte ein Kind: “Was sucht ihr denn?” “Wir haben Schneckenralley”, sagte dieses darauf und zeigte mir stolz seine Schnecken, die auf Blätter in der flachen Dose saßen. Natürlich alles Schnecken mit Häuser und keine “Nacktschnecken”. Die anderen Kinder umringten mich ebenfalls und jeder zeigte mir seine Schnecken-Ausbeute und sie erklärten mir: “Wer die meisten Schnecken findet ist Sieger und bekommt einen Preis”.  ”Gertraud” die Kinderanimateurin vom Filzmooserhof, die die Kinder begleitete hatte diese Schlechtwetter-Idee. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und hatten riesigen Spaß bei der Schneckensuche und bemerkten überhaupt nicht das es regnete und kalt war.  Gertraud erklärte mir, die Schnecken werden natürlich alle wieder auf der Wiese ausgesetzt und keiner Schnecke geschieht etwas.

Die Idee finde ich einfach großartig, Gertraud geht trotz schlechtem Wetter hinaus in die Natur und unternimmt etwas im Freien mit den Kindern. Ich denke viele Stadtkinder haben vorher noch nie eine Schnecke in der Hand gehabt.  

Nach diesem netten Erlebnis wandern wir weiter über den Naturwanderpfad Richtung Hofalm. Mein Begleiter war fasziniert von den Steinen die am Weg, bzw. im Bach entlang des Weges lagen. Wir fanden weiße, grünliche, braune, dunkgelgraue, rote Steine  - Steine in verschiedensten Formen und Farbschattierungen. Durch den Regen kamen die Farben der Steine noch intensiver heraus. Immer wieder nahm er die schönsten Steine mit, sein Rucksack wurde immer schwerer und schwerer und wir entschlossen uns kleine Steindeponien am Wegesrand zu machen um beim Heimweg die Steine aufzusammeln. 

Wir wanderten so dahin und zweigten auf den Wanderweg, links der warmen Mandling Richtung Unterhofalm, ab. Auf einmal sehe ich einen See, wo ich vorher noch niemals einen See gesehen habe.  Durch den vielen Niederschlag hatte sich in der Senke neben dem Weg  ein See mit  ca. 60 cm Tiefe, 10 m Länge und 4 m Breite gebildet.  Beeindruckt schaute ich auf diesen See. Durch das glasklare Wasser bekamen die Gewächse, die  in dieser Senke wachsen ganz intensive Farben und andere Dimensionen. Die Farne in intensivem grün, Sträucher mit braun-grünen Blättern bewegten sich im Wasser, Blumen in leuchtendem gelb, Steine und Wurzeln alles wirkte ganz anders, viel größer, fast unwirklich - irgendwie wie in einem Aquarium. Ich war fasziniert und habe so etwas vorher noch nie gesehen.  

See mit der Blütenpracht

See mit der Blütenpracht

Wir wanderten weiter und nach  ca. 20 Minuten erreichten wir die Unterhofalm, wir setzten uns an den Tisch am offenen Kamin. Feuer brannte im Kamin und wärmte uns, wir fühlten uns rundum wohl. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen in der Unterhofalm schauten wir noch auf einen Kaffee und Topfenstrudel in der Oberhofalm vorbei. Plauderten etwas mit Monika und Harry den Hüttenwirten, schäkerten mit den Zwillingen “Moritz und Marie”  - die ausgesprochen süß sind.

Beim Rückweg von der Oberhofalm tranken wir vom köstlichen Wasser der Meeräugelquelle beim Brunnen vor der Bögrainalm. Dieses Wasser ist so frisch und herrlich und jedes Mal wenn ich an diesem Brunnen vorbei komme trinke ich davon. Einige Einheimische und sogar ein paar Ramsauer fahren extra in die Bögrainalm und holen sich das “Meeräuglwasser”. Ich habe es selbst schon ausprobiert, mann kann das Wasser tagelang in einer Glasflasche stehen lassen, diese Wasser wird nicht abgestanden oder schal, es ist immer frisch.

Immer wieder regnete es am Rückweg, aber das machte uns gar nichts aus. Bei Regen duftet der Wald förmlich, die Gerüche des Holzes, der verschiedenen Sträucher, des Grases alles ist soooo intensiv. Die Luft ist so frisch und kühl, das kann  doch nur gut für die Haut sein. Nachdem wir unsere Steine von den Steindeponien aufgesammelt haben sind wir am späten Nachmittag glücklich nach Hause gekommen.

Gott sei Dank haben wir uns aufgerafft und sind auch bei Regenwetter wandern gegangen. Es war wirklich ein wunscherschöner Tag, wir haben ihn sehr genossen.

Viel Spaß bei Ihrer nächsten Regenwanderung wünscht Ihnen

Eva

„Hol dir deinen Jungbrunnen“

“Super Wetter!”, “Eine wunderschöne Wanderung!”, “Ich fühle mich 10 Jahre jünger!”.

So stehen wir oben am “Kampei”, ein Jungbrunnen und schauen über die Aualm und Hofpürglhütte auf Filzmoos. Weiter weck sehen wir den Rettenstein, den Torstein und die Gipfeln der Niederen Tauern. 
Nach einem Schluck aus der Kamplbrunnquelle ist die Anstrengung vergessen und wir genießen die Landschaft und Stille.
Drei Stunden haben wir gebraucht, über Almwiesen und Schneefelder, über markierte Wanderwege und nicht markierte Jägersteige. Eine leichte Wanderung war es sicher nicht, aber wir haben es geschafft und sind zufrieden. Meine Gäste über ihre Leistung und ich bin zufrieden, dass ich meine Gäste zum Kamplbrunn hinauf führen durfte.
Als wir unsere Glasflasche mit wertvollem Wasser gefüllt haben, geht es über blumenreiche Almwiesen zur Sulzkaralm, wo uns die wohlschmeckende Kasjausn erwartet. Müde aber zufrieden wandern wir zur Aualm zurück.

Schöne Wanderungen wünscht euch,
Coen

Kamplbrunn, 1945 m.

Kamplbrunn, 1945 m.

Juli 2009
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