Barbara Vierthaler
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Es ist winterlich geworden in Filzmoos. Obwohl wir heuer relativ wenig Schnee haben - wir sind ja verwöhnt von den letzten Jahren - liegt genug von dem pulvrigen Weiß. Wie im vorherigen Blog schon von Martina berichtet worden ist, haben schon einige Lifte aufgesperrt.
Das heißt für uns Hüttenwirte und für alle Hoteliers - jetzt gehts wieder richtig los in unseren Betrieben.
Mit den diversen Vorbereitungen wie etwa putzen, dekorieren und alles wieder schön herzurichten, sind wir ja schon längst fertig.
Die ersten Gäste sind schon eingetrudelt. Noch sind es wenige, noch kennen wir alle persönlich mit Namen und freuen uns, unsere alten Stammgäste wieder gesund und munter begrüßen zu dürfen.
Bald wird’s dann auch bei uns in Filzmoos die erste große Weihnachtsanreise geben. Ich freue mich schon drauf. Endlich gehts wieder rund. Endlich ist wieder Leben auf den Straßen u. Pisten. Auch die Schischulen können’s schon nicht mehr erwarten, endlich mit den ersten Fahrgästen mehr oder weniger geübte Kurven in den Schnee zu carven.
Ich kann es heuer auch nicht mehr erwarten, daß ich endlich wieder meine Gasthausküche in der Alm aufsperren darf. In der langen Zeit der Zwischensaison habe ich mir ein paar neue Gerichte für meine Speisekarte ausgedacht. Jetzt will ich diese natürlich gleich direkt am Gast austesten.
Bin gespannt, wie die Gäste auf mein erweitertes Angebot der “Österreichischen Küche” reagieren?
Kaiserschmarrn, Germknödel u. Wiener Schnitzel gehören zu einem Österreichurlaub ja auch unbedingt dazu.
Gutes Essen ist wichtig. Holen Sie sich Ihr Urlaubsgefühl von guter Küche doch nach Hause und kochen einmal einen traditionellen köstlichen u. vor allem nicht dick machenden Rindertafelspitz mit Spinat u. Röstkartoffel nach.
Mein Tipp: Läßt sich super vorbereiten und entlastet die gestreßte Hausfrau an den Feiertagen. Trotzdem bringen Sie ein Festmahl auf den Tisch. Probieren Sie es vielleicht einfach mal aus:
Rezept: ca 2 kg Rindertafelspitz vom Metzger in einem großen Topf mit Wasser zum kochen bringen. Dazu gibt man 1 Zwiebel, 3 Karotten 1 Sellerieknolle, geschält 1 Petersieliewurzel, Pfefferkörner, Wacholderkörner u. 1 Lorbeerblatt und köchelt das ganze ca. 3 - 4 Stunden (kann man gleich morgens auf den Herd stellen.)
Röstkartoffel: Kartoffeln im ganzen kochen - dann schälen u. feinblättrig schneiden.
Zwiebeln fein hacken u. zusammen mit den Kartoffelscheiben in Butterschmalz gut anrösten. Sz. Pf. würzen
Spinat vorbereiten.
Wenn der Tafelspitz fertiggekocht ist, dicke Scheiben herunterschneiden, mit den Beilagen anrichten. Auf das Fleisch gibt man dann noch einen Schöpfer Brühe und eine ordenliche Portion geriebenen Kren.
Guten Appetit u. Gutes Gelingen wünscht
Euch Barbara von der Kleinbergalm
Trotz des heißen Sommerwetters in den letzten Tagen, merkt man schon, dass der Spätsommer Einzug gehalten hat. Die Balkonblumen stehen überall in vollster Blüte und das Obst auf unseren Bäumen beginnt langsam reif zu werden. Das heißt für uns Bäurinnen - jetzt wird es Zeit mit den Vorbereitungen für den Bauernherbst.
Der Termin für unsere zwei großen Feste steht ja schon lange fest. Ende September feiern wir in Filzmoos den großen Almabtrieb und unser Erntedankfest. Dies bedarf großer Vorbereitungen, in touristischen sowohl auch in gastronomischen Sinne.
Als erstes sollte aber die Dekoration fertig sein. Dafür trafen sich letzten Mittwoch 7 Bäurinnen beim Kirchgaßbauern. Das Thema dieses Jahres zum Bauernherbst heißt: “Salzburgerisch aufgetischt”.
Es ist ja Tradition bei uns im Salzburger Land, daß zum Bauernherbst Figuren aus Heu aufgestellt werden. Diese wollten wir also passend zum Thema basteln. Freundlicherweise durften wir das Heu vom Kirchgaßbauern dafür hernehmen und uns in seiner Tenne breit machen.
Als erstes zerrten wir das Gestell für unsere große Heukuh hervor. Da sahen wir schon die Bescherung. Drei Beine waren abgebrochen. So konnten wir die Heukuh nicht fertigmachen. Die sah ja gänzlich krank aus. Gut das der Klaus am Hof war. Ruck - zuck schneidete er uns aus dicken Holzbrettern neue Beine aus und schraubte diese ans Gestell. Und so konnten wir mit unserer Arbeit beginnen. Schicht für Schicht von würzigen, frisch duftendem Heu wickelten wir um das Holzgestell. Und siehe da, es dauerte nicht lange, und man konnte schon gut die Form einer Kuh erkennen. Bis zur Fertigstellung der Kuh dauerte es aber dann doch noch etwas, denn wir legten großen Wert darauf, dass die Kuh alle Feinheiten, wie etwa ein dickes Euter oder den Kuhschwanz und schöne Hörner mitbekam.
Danach machten wir uns an Werk für die Heupuppen. Nachdem diese gebunden waren, durften wir sie anziehen. Das machte richtig Spaß und forderte unser modisches Geschick heraus.
Dann umwickelten wir noch diverse Dekorationsgegenstände, wie etwa alte Wagenräder, Tische u. Stühle. Am späten Nachmittag waren wir fertig und konnten unsere Kunstwerke besichtigen. Dann machten wir noch eine kurze Besprechung was, wann, wo aufgestellt werden würde. Wir waren zufrieden mit unserer Arbeit.
Jetzt hatten wir eine Belohnung verdient. Diese gönnten wir uns in Form eines köstlichen Eiscafes im Eisstadl vom Kirchgaßhof.
Wir Bäurinnen laden alle herzlich ein, am 20. u. 21. September zum Erntedankfest und zum Almabtrieb zu kommen. Wir freuen uns auf Euch
Bis Dahin eine schöne Zeit - liebe Grüße Barbara
Es gibt ihn wirklich noch. Den echten Almsonntag.
Da das Wetter jetzt immer so schön war, und wir die Heuernte erfolgreich eingebracht hatten, beschlossen wir, uns mit einer schönen Almwanderung zu belohnen. Wir, das waren in diesem Fall meine Familie, ich und noch zwei befreundete Familien mit jeweils zwei Kindern.
Wir starteten unseren Wandertag von der Aualm aus und wanderten zur Mahdalm über die Sulzkaralm. Dort gingen wir noch ein Stück ( ungefähr 30 min. ) weiter bis zur Looseggalm. Es war für uns alle das erste Mal auf dieser Hütte. Ein wunderbares Panorama lag vor uns. Das Tennengebirge drohnte hinter einem weitläufigen Talkessel. Es herrschte eine wunderbare Weitsicht und die Temperaturen waren äußerst angenehm und nicht zu heiß, obwohl sich fast ein wolkenloser blauer Himmel über uns spannte. Nachdem uns eine junge, fesche Sennerin im Dirndlkleid einen echten, richtigen “Kasjausn” von der Alm serviert hatte, gings dann wieder Richtung Heimat. Wir wählten den sogenannten Linzersteig am Fuße der Bischofsmütze als Rückweg.
Wir marschierten ca. 90 Minuten, bis wir dann wieder bei der Sulzkaralm ankamen. Und da gings richtig lustig zu. Drei ganz junge Burschen musizierten dort. Man sah ihnen die Freude am spielen richtig an. Die jungen Musikanten hatten auch das schöne Wetter genützt, um auf die Alm zu gehen. Schön, dass es sowas heutzutage noch gibt - den die Buben spielten wirklich aus reiner Freude an der Musik und aus purer Lebenslust jodelten sie ein Volkslied nach dem anderen. Alle Gäste waren begeistert. Ich glaube es gab nicht einen Wanderer, der diesen Sonntagnachmittag auf der Alm nicht in vollen Zügen und mit allen Sinnen genoß.
Ja, sowas echtes und unverfälschtes gibt es bei uns in den Bergen noch.
Gott sei Dank erkennt unsere Jugend wieder die Werte der Traditionen und setzt diese auch wieder mit Freude fort.
Ich wünsche uns allen noch einen schönen Almsommer und noch viele so unverhoffte nette Zusammenkünfte.
Herzliche Grüße
Barbara Vierthaler - Kleinbergalm
Endlich ist es wieder soweit.
Unsere Bienen waren fleißig und die Waben prall gefüllt.
Da es im Mai sehr schön war und und die Wiesenblumen äußerst üppig geblüht haben, hatten unsere Bienen natürlich viel Arbeit und haben sehr emsig gesammelt.
Gestern durften wir unseren ersten Honig schleudern. Wie pures Gold floß die dicke, süße Masse ins Faß. MMhh, wie das duftete. Reinster Blütenhonig - vom Feinsten. Wenn man einmal selber beim Honigschleudern dabei ist, weiß man die Kostbarkeit und Reinheit dieses Produktes noch mehr zu schätzen. Der Höhepunkt beim Honigschleudern ist natürlich das Auskauen der Waben. Da warten dann schon alle ungeduldig, dass jeder ein kleines Stück Honigwabe auskauen darf - eine Köstlichkeit welche es nur einmal im Jahr gibt.
Aus einem Stock konnten wir heuer 14 kg Honig gewinnen. Insgesamt haben wir drei Stöcke, das heißt drei Bienenvölker.
Somit hatten wir dieses Jahr eine ausgesprochen gute Ernte. Danke liebe Bienen, wir wissen es zu schätzen.
Honig kann man nicht nur auf dem Butterbrot genießen.
Zur Stärkung, Beruhigung und Entspannung ein ausgezeichnetes Rezept:
1 EL Honig mit 1 El Apfelessig mischen - in einem Glas lauwarmen Wasser auflösen und tägl 2x trinken.
Noch ein Geheimtipp: Honig auf offene und aufgesprungene Lippen streichen lindert und heilt sofort. Nach 5 Min. einfach abschlecken.
Für eine weiche pralle Gesichtshaut: 1 EL Honig mit 2 EL Naturjoghurt mischen - auftragen und antrocknen lassen, danach mit lauwarmen Wasser abwaschen und die Haut fühlt sich pfirsichzart an.
Rohkost für heiße Tage: Karotten raspeln - mit Honig, Orangensaft u. einem Spritzer Zitronensaft vermischen ergeben einen gesunden u. köstlichen Snack.
P.S. Natürlich ist nur “ECHTER Bienenhonig ” wertvoll.
Ein schönes Wochenende und “honigsüße ” Grüße vom Kleinberg
sendet Euch Barbara
Also, es ist ja immer noch so, dass man sich nach einem langen und schneereichen Winter so richtig auf einen heißen Sommer freut.
Bei der Wahl des Urlaubsortes braucht man daher nicht lange zu überlegen. In erster Linie denkt man natülich an Strand und Meer. Das heißt - ab in den Süden.
So habe auch ich mich heuer mit meiner Familie entschieden. Dieses Jahr sollte es Griechenland sein. Also buchen und ab in den Flieger.
Bei der Ankunft waren wir entzückt über die Wärme die uns auf dem Rollfeld entgegenschlug.
Am ersten Tag, nach Besichtigung der Anlage, der Poollandschaft und des Strandes, waren wir uns einig, hier hatten wir eine gute Wahl getroffen.
Die nächsten beiden Tage waren ausgefüllt mit sonnen, schwimmen und relaxen. Aber dann gings auch schon los. Die gerötete Haut brannte und wir suchten jeden Schattenwinkel auf, den wir nur finden konnten. Müde waren wir, da wir in den schwülen Nächten nicht schlafen konnten - einfach zu heiß für uns Bergmenschen. Und dann erst die Gelsen - diese Viecher hatten es ja wohl nur darauf abgesehen uns zu quälen und zu peinigen. Auch der ganze Müll an jeder Straßenecke weckte unsere Empörung.
Die Kinder jammerten nach Hausmannskost und auch wir träumten insgeheim von einem guten Bauernbrot, anstatt des dort wohl sehr beliebten Weißbrotes.
Nach 7 Tagen gings dann wieder heimwärts.
Selten war uns die saubere, gepflegte Landschaft rund um Salzburg so bewußt. Gleich am nächsten Tag machten wir eine Wanderung in unsere Alm. Die saftigen grünen Hänge, die blühenden Wiesen, die saubere Luft, das klare herrliche Wasser genossen wir in vollen Zügen. Es war einfach Balsam für Augen und Seele. Jetzt wußten wir, was Filzmoos wirklich zu bieten hat. Reine Erholung und Gesundheit.
Mit Geld einfach unbezahlbar. Unser nächster Urlaub führt uns ganz sicher nicht mehr in den staubigen heißen Süden. Denn jetzt wissen wir wo es wahre Sommerfrische gibt….