Archiv für die Kategorie „Ausflugsziele“

Im Rinderfeld

auch Pferde fühlen sich im Rinderfeld wohl

auch Pferde fühlen sich im Rinderfeld wohl

Schafherde auf dem Weg zur Unterkunft beim Reißgang

Schafherde auf dem Weg zur Unterkunft beim Reißgang

das ist also im Rinderfeld
das ist also im Rinderfeld

Eine der schönsten Hochalmen in Österreich ist das Rinderfeld in Filzmoos. Es gehört wie auch die Oberhofalm zum Besitz der Familie Salchegger vom Oberhof. Das gesamte Gelände erstreckt sich über 463 ha., davon sind etwa 150 ha reines Weidegebiet. Im Sommer finden hier ca. 110 Rinder, 20 Pferde und 120 Schafe ihr gesundes, würziges Almfutter.

Man erreicht das Rinderfeld über den Wanderweg 617, der zunächst durch schattigen Wald von 1350 m bis zum “Kasaboden” auf ca. 1600 m ansteigt. Ein Bach, der später unten in den Almsee mündet, mäandert hier durch eine schöne ebene Wiese. Der Weg 617 führt dann leicht ansteigend hinauf zum LINZER WEG unterhalb der Grummetspitzen. Nach links geht es in Richtung Hofpürglhütte, nach rechts führt der Steig dann durch das gesamte Rinderfeld - vorbei an Sammetkogel, Reißgang, Hochkesselkopf und Windleger auf die Eiskarlschneid, dem höchsten Punkt des Rinderfeldes (1990 m) und der Grenze zur Sulzenalm. Der höchste Grenzpunkt des Oberhof - Geländes ist der Gipfel des Torstein - 2948 m.

Außer den Weidetieren kann man im Rinderfeld zahlreiche Wildtiere sehen, sofern man sich ruhig verhält und mit offenen Augen durch die Landschaft geht. Rehe, Murmeltiere, Gämsen und gelegentlich Steinwild, ab und zu gibt es auch Schlangen zu sehen. Herrlich bunte Schmetterlinge genießen den Nektar der überwältigenden Blumenpracht.

Für Gäste, die mit Hunden unterwegs sind, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, ihr Tier im Almgebiet an die Leine zu nehmen. Nicht nur wegen der Wildtiere, sondern besonders auch wegen der Weidetiere, die ungestört bleiben wollen. Und hier sind es in erster Linie die Schafe, die beim Anblick frei laufender Hunde in Panik geraten können und in unwegsames Gelände flüchten. Die hier grasenden Schafe sind ja eigentlich nicht domestiziert und an Hunde gewöhnt, da sie den Winter in den Stallungen verbringen und den ganzen Sommer über frei im Gebirge leben. Also bitte: Hunde im Almgebiet und auf Höhenwegen grundsätzlich an der Leine führen!

Almsonntag

Es gibt ihn wirklich noch. Den echten Almsonntag.

Da das Wetter jetzt immer so schön war, und wir die Heuernte erfolgreich eingebracht hatten, beschlossen wir, uns mit einer schönen Almwanderung zu belohnen. Wir, das waren in diesem Fall meine Familie, ich und noch zwei befreundete Familien mit jeweils zwei Kindern.

Wir starteten unseren Wandertag von der Aualm aus und wanderten zur Mahdalm über die Sulzkaralm. Dort gingen wir noch ein Stück ( ungefähr 30 min. ) weiter bis zur Looseggalm. Es war für uns alle das erste Mal auf dieser Hütte. Ein wunderbares Panorama lag vor uns. Das Tennengebirge drohnte hinter einem weitläufigen Talkessel. Es herrschte eine wunderbare Weitsicht und die Temperaturen waren äußerst angenehm und nicht zu heiß, obwohl sich  fast  ein wolkenloser blauer Himmel über uns spannte. Nachdem uns eine junge, fesche Sennerin im Dirndlkleid einen echten, richtigen “Kasjausn” von der Alm serviert hatte, gings dann wieder Richtung Heimat. Wir wählten den sogenannten Linzersteig am Fuße der Bischofsmütze als Rückweg.

Wir marschierten ca. 90 Minuten, bis wir dann wieder bei der Sulzkaralm  ankamen. Und da gings richtig lustig zu. Drei ganz junge Burschen musizierten dort. Man sah ihnen die Freude am spielen richtig an. Die jungen Musikanten hatten auch das schöne Wetter genützt, um auf die Alm zu gehen. Schön, dass es sowas heutzutage noch gibt - den die Buben spielten wirklich aus reiner Freude an der Musik und aus purer Lebenslust jodelten sie ein Volkslied nach dem anderen. Alle Gäste waren begeistert. Ich glaube es gab nicht einen Wanderer, der diesen Sonntagnachmittag auf der Alm nicht in vollen Zügen und mit allen Sinnen genoß.

Ja, sowas echtes und unverfälschtes gibt es bei uns in den Bergen noch.

Gott sei Dank erkennt unsere Jugend wieder die Werte der Traditionen und setzt diese auch wieder mit Freude fort.

Ich wünsche uns allen noch einen schönen Almsommer und noch viele so unverhoffte nette Zusammenkünfte.

Herzliche Grüße

Barbara Vierthaler - Kleinbergalm

Schneckenralley, See wo normalerweise kein See ist!

Letzte Woche bekam ich lieben Besuch aus Niederösterreich. Wir wollten wandern, da es  aber regnete wußten wir nicht recht, ob wir gehen sollen oder nicht. Richtig Lust hatte keiner von uns beiden, aber dann entschlossen wir uns doch für eine kleine Wanderung in die Hofalm. Gut ausgerüstet mit festen Wanderschuhen, Regenjacke, Kapperl und Schirm gingen  wir durch den Ort Richtung Mautstelle. Wir überholten eine kleine Gruppe Kinder und Erwachsene, die alle eine Dose mit Blättern ausgelegt in der Hand hielten, und am Boden herum suchten. Ich fragte ein Kind: “Was sucht ihr denn?” “Wir haben Schneckenralley”, sagte dieses darauf und zeigte mir stolz seine Schnecken, die auf Blätter in der flachen Dose saßen. Natürlich alles Schnecken mit Häuser und keine “Nacktschnecken”. Die anderen Kinder umringten mich ebenfalls und jeder zeigte mir seine Schnecken-Ausbeute und sie erklärten mir: “Wer die meisten Schnecken findet ist Sieger und bekommt einen Preis”.  ”Gertraud” die Kinderanimateurin vom Filzmooserhof, die die Kinder begleitete hatte diese Schlechtwetter-Idee. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und hatten riesigen Spaß bei der Schneckensuche und bemerkten überhaupt nicht das es regnete und kalt war.  Gertraud erklärte mir, die Schnecken werden natürlich alle wieder auf der Wiese ausgesetzt und keiner Schnecke geschieht etwas.

Die Idee finde ich einfach großartig, Gertraud geht trotz schlechtem Wetter hinaus in die Natur und unternimmt etwas im Freien mit den Kindern. Ich denke viele Stadtkinder haben vorher noch nie eine Schnecke in der Hand gehabt.  

Nach diesem netten Erlebnis wandern wir weiter über den Naturwanderpfad Richtung Hofalm. Mein Begleiter war fasziniert von den Steinen die am Weg, bzw. im Bach entlang des Weges lagen. Wir fanden weiße, grünliche, braune, dunkgelgraue, rote Steine  - Steine in verschiedensten Formen und Farbschattierungen. Durch den Regen kamen die Farben der Steine noch intensiver heraus. Immer wieder nahm er die schönsten Steine mit, sein Rucksack wurde immer schwerer und schwerer und wir entschlossen uns kleine Steindeponien am Wegesrand zu machen um beim Heimweg die Steine aufzusammeln. 

Wir wanderten so dahin und zweigten auf den Wanderweg, links der warmen Mandling Richtung Unterhofalm, ab. Auf einmal sehe ich einen See, wo ich vorher noch niemals einen See gesehen habe.  Durch den vielen Niederschlag hatte sich in der Senke neben dem Weg  ein See mit  ca. 60 cm Tiefe, 10 m Länge und 4 m Breite gebildet.  Beeindruckt schaute ich auf diesen See. Durch das glasklare Wasser bekamen die Gewächse, die  in dieser Senke wachsen ganz intensive Farben und andere Dimensionen. Die Farne in intensivem grün, Sträucher mit braun-grünen Blättern bewegten sich im Wasser, Blumen in leuchtendem gelb, Steine und Wurzeln alles wirkte ganz anders, viel größer, fast unwirklich - irgendwie wie in einem Aquarium. Ich war fasziniert und habe so etwas vorher noch nie gesehen.  

See mit der Blütenpracht

See mit der Blütenpracht

Wir wanderten weiter und nach  ca. 20 Minuten erreichten wir die Unterhofalm, wir setzten uns an den Tisch am offenen Kamin. Feuer brannte im Kamin und wärmte uns, wir fühlten uns rundum wohl. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen in der Unterhofalm schauten wir noch auf einen Kaffee und Topfenstrudel in der Oberhofalm vorbei. Plauderten etwas mit Monika und Harry den Hüttenwirten, schäkerten mit den Zwillingen “Moritz und Marie”  - die ausgesprochen süß sind.

Beim Rückweg von der Oberhofalm tranken wir vom köstlichen Wasser der Meeräugelquelle beim Brunnen vor der Bögrainalm. Dieses Wasser ist so frisch und herrlich und jedes Mal wenn ich an diesem Brunnen vorbei komme trinke ich davon. Einige Einheimische und sogar ein paar Ramsauer fahren extra in die Bögrainalm und holen sich das “Meeräuglwasser”. Ich habe es selbst schon ausprobiert, mann kann das Wasser tagelang in einer Glasflasche stehen lassen, diese Wasser wird nicht abgestanden oder schal, es ist immer frisch.

Immer wieder regnete es am Rückweg, aber das machte uns gar nichts aus. Bei Regen duftet der Wald förmlich, die Gerüche des Holzes, der verschiedenen Sträucher, des Grases alles ist soooo intensiv. Die Luft ist so frisch und kühl, das kann  doch nur gut für die Haut sein. Nachdem wir unsere Steine von den Steindeponien aufgesammelt haben sind wir am späten Nachmittag glücklich nach Hause gekommen.

Gott sei Dank haben wir uns aufgerafft und sind auch bei Regenwetter wandern gegangen. Es war wirklich ein wunscherschöner Tag, wir haben ihn sehr genossen.

Viel Spaß bei Ihrer nächsten Regenwanderung wünscht Ihnen

Eva

Schlechtes Wetter - was nun?

Irgendwie meint es der Juni bis jetzt nicht so richtig gut mit uns - rein meteorologisch gesehen. Neben einigen sehr warmen sonnigen Tagen, war es doch öfters feucht und bewölkt, was sich bei uns auf etwas über 1.000 Metern Höhe auch gleich auf die Temperatur auswirkt.

Was tun? Die Kinder schauen ihre Eltern morgens erwartungsvoll an und freuen sich auf den versprochenen aufregenden Ferientag in den Bergen. Schlechte Laune? Überhaupt nicht. Es gibt unzählige Ausflugsziele, die auch Spaß machen, wenn die Sonne mal Urlaub macht. Im übrigen: Mit der richtigen Kleidung gibt es sowieso kein schlechtes Wetter, oder?

Unser heutiger Tipp: Der Kinderwanderweg zur Moosalm.

Der Stempelweg zur Moosalm mit den lustigen Tierstempeln in 15 kleinen Häuschen am Wegrand “versteckt”, führt alle Kinder in ca.1 Std. leicht aufwärts spielerisch zur kleinen liebevollen Moosalm oberhalb von Filzmoos. Ist das vom Vermieter oder Tourismusbüro erhaltene Stempelheft oben komplett gestempelt, gibt´s als Belohnung vom Hüttenwirt den “Moosalmbär” überreicht.

Leider ist der Weg nicht kinderwagen-tauglich, so dass Papa den oder die Kleinsten der Familie am Besten in eine Rückentrage setzt. Unsere Familien laufen den Weg aber problemlos mit Kindern ab ca. 3 Jahren - Specht, Frosch, Bär & Co sei Dank.

Viel Spaß und einen schönen Tag!

Oliver

Mai 2012
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