Archiv für die Kategorie „Brauchtum“
Vielfältiger Bauernherbst in Filzmoos
Erstmals fand bei wunderschönem Wetter und fast hochsommerlichen Temperaturen der Bauernherbst-Ritt zur Kleinbergalm statt. Die Reitergruppen trafen sich entweder beim Hammerhof oder beim Neubergerhof und ritten über den Marcheggsattel zur Kleinbergalm. Wir freuen uns sehr, dass gleich beim ersten Bauernherbst-Ritt rund 40 Reiter mit ihren Pferden der Einladung folgten. Reiter aus Großarl, Wagrain, Flachau/Reitdorf, Eben im Pongau und natürlich aus Filzmoos waren dabei.
Vor der Kleinbergalm konnte man die verschiedensten Pferderassen vom Minipony angefangen bis hin zu Haflinger, Friesen und Noriker bewundern. Die kleinsten Besucher durften auf einer “Minikutsche”, gezogen von einem ”Minipony”, eine kleine Runde drehen - das war ein Spaß, die Kinder waren fast nicht mehr von der Kutsche zu bekommen. Weiters durften sich die Kinder auch auf die großen Pferde setzen und die Gegend einmal vom “hohen Ross” aus betrachten.
Zünftig spielten die “Familienmusik Fritzenwallner” und “Stefan vom Kirchgasshof” auf. Versorgt wurden die Reiter und Besucher mit einem guten Fiaker-Gulasch, Hüttenbrot, Bauernkrapfen und Pofesen. Ein rundherum gelunges Bauernherbstfest - ich gratuliere Familie Vierthaler von der Kleinbergalm, Hias Ebner - Hammerhof, Michael Rettenwender - Hallmooshof und Sepp Reiter - Neubergerhof zu der gelungenen Veranstaltung. Ein herzliches Dankeschön an Birgit und Stefan Kirchgasser vom Zwieslerhof, die die netten Bauernherbst-Ritt-Tafeln gestalteten.
Nächstes Jahr findet dieses Fest wiederum am ersten Sonntag im Oktober statt.
Dass der Bauernherbst in Filzmoos vielfältig ist, stellte das Bauernherbstfest mit Schafischö auf der Oberhofalm unter Beweis. Anni vom Nestlerhof schor die Schafe vom Großberg Hans nach traditioneller Art und Weise mit einer alten, speziellen Eisen-Schere. Resi vom Schloßbichl versponn die Wolle auf ihrem Spinnrad. Das Spinnen von Wolle ist eine Kunst, die nicht mehr sehr viele Frauen beherrschen. Der Thresi vom Hallmooshof konnte man beim Stricken von “Model-Stutzen” über die Schulter schauen. Stutzen mit wunderschönen Zöpfen und Mustern (Modeln genannt) macht Thresi aus der Schafwolle. Der Werdegang der Wolle - vom Schaf bis zum Wollstutzen - wurde bei diesem Bauernherbstfest vorgeführt.
Sauschneid Sepp, ein wahrer Holzkünstler, zeigte den Zuschauern wie er mit seiner Motorsäge aus Holzstämmen Bäume und diverse andere Sachen herausschneidet. Wunderschöne Zirbenbäume in den verschiedensten Größen entstanden. Unter anderem hatte er auch die längste Holzkette der Welt im Gepäck. Diese Holzkette ist 24 m lang und wurde von ihm aus einem einzigen Stamm herausgeschnitten - wir gratulieren zu diesem einzigartigen Weltrekord.
Einige Eindrücke vom ersten Bauernherbst-Ausritt erhalten Sie auf den nachfolgenden Fotos.
Eine besondere Ehre für die Trachtenmusikkapelle Filzmoos
Die Trachtenmusikkapelle Filzmoos hatte am “Rupertitag”, Samstag, 24.09.2011 die besondere Ehre, den Festgottesdienst zu Ehren der Diözesanpatrone “Rupert und Virgil” musikalisch zu umrahmen. Angefangen haben die Festivitäten mit einer Station in der Stiftskirche St. Peter, anschließend zog die Prozession mit den vielen Geistlichen und dem “Weihbischof von Salzburg” Dr. Andreas Laun in den Salzburger Dom ein.
Die Trachtenmusikkapelle umrahmte den feierlichen Gottesdienst, zelebriert von “Weihbischof Laun” mit wunderschönen Stücken aus der Europamesse. Besondere Highlights waren die Stücke “Abide with me” und “You raise me up”, welche die Trachtenmusikkapelle Filzmoos zur Kommunion und am Ende des Gottesdienstes spielte. Durch die hervorragende Akustik des Salzburger Domes wirkten diese Stücke einfach bombastisch.
Viele Filzmooser begleiteten die Trachtenmusikkapelle und wohnten dem feierlichen Gottesdienst bei, und wir alle waren sehr stolz auf unsere hervorragende Trachtenmusikkapelle. Besonders schön fand ich es, dass auch unser Herr Pfarrer Mag. Rupert Toferer und der gebürtige Filzmooser Heribert Jäger, der zur Zeit Pfarrer in Radstadt ist, unter den vielen Geistlichen waren. Für Herrn Heribert Jäger war es eine besondere Messe, er feierte sein 30-jähriges Priesterjubiläum und all seine Geschwister vom Buschberg mit ihren Familien waren im Salzburger Dom.
Als ich unserem Herrn Pfarrer im Anschluss der Messe zum Namenstag gratulierte, erzählte er mir, dass er jedes Jahr am “Rupertitag” nach Salzburg fährt und am Festgottesdienst teilnimmt, das ist sein “Namenstags-Geschenk”, das er sich selbst schenkt.
Der “heilige Rupert” ist auch der Landespatron von Salzburg, daher findet um den Rupertitag auch immer der Rupertikirtag rund um den Salzburger Dom statt. Natürlich besuchten die mitgereisten Filzmooser und die Filzmooser Musikantinnen und Musikanten im Anschluss an die Messe den Kirchtag und hatten viel Spaß.
Dieses Wochenende war für die Musiker der Trachtenmusikkapelle sehr anstrengend und intensiv. Freitag abends spielte die Musikkapelle das wöchentliche Platzkonzert, am Samstag ging es nach Salzburg und am Sonntag umrahmte die Trachtenmusikkapelle das Erntedankfest und spielte den Frühschoppen beim Landjugendfest.
Die Filzmooser Trachtenmusikkapelle unter Leitung von Kapellmeister Sepp Kirchgasser, absolviert jährlich um die 120 - 130 Ausrückungen und Auftritte, dafür bedanke ich mich ganz herzlich. Die Trachtenmusikkapelle ist einer der wichtigsten Vereine in unserem Ort, ohne Trachtenmusikkapelle wären viele Feste öd und leer. Ich bin froh, dass wir so eine aktive Trachtenmusikkapelle in Filzmoos haben.
Gratulieren möchte ich auch der “Landjugend Filzmoos”, ihr habt ein tolles Landjugendfest organisiert, es hat alles sehr gut geklappt. Es freut mich sehr, wenn sich die Jugend so engagiert!
Ein herzliches Dankeschön an alle für die schönen Festivitäten am letzten Wochenende!
Eva Salchegger

Almabtrieb in Filzmoos trotz Schnee
Bei heftigem Schneefall trieben die Bauern der Kirchgassalm/Aualm, Bögrainalm, Pichlmoaralm und Krahlehenalm/Sulzenalm ihre Kühe ins Tal. Trotz des Schlechtwettereinbruches schmückten die Almbauern ihre Kühe liebevoll. Ergänzt wurde der Almabtrieb mit einem wunderschön dekorierten Pferdegespann vom Hammerhof. Die Familie Pehab vom Schlossbichl nahm mit dem alten Sputnik, in Begleitung von Matthäus und Alois und ihren zwei wunderschönen Ziegenböcken teil. Die beiden Ziegenböcke, einer schwarz und einer weiß, bekämpften sich immer wieder am Weg durch den Ort. Matthäus und Alois hatten alle Hände voll zu tun, die beiden auseinander zu halten.
Erstmals dabei war Häusler Engelbert vom Engelhartsleiten mit seiner Tochter Simone. Engelbert fuhr mit einem kleinen Oldtimertraktor, am liebevoll gestalteten Anhänger saß Simone mit ihren Hühnern, die sie mit Leidenschaft züchtet.
Wundervoll anzuschauen waren die schwarzen ”Friesen” vom Hallmooshof. Michael und Birgit zogen mit ihnen durch den Ort. Mit dabei war auch der “Bundessieger” unter den Friesen-Fohlen. Herzlichen Glückwunsch dem Hallmoosbauern für diesen Zuchterfolg. Friesen haben einen hoheitsvollen, majestätischen Gang und sind wunderschöne Pferde.
Klaus sen. vom Kirchgasshof bildete den Abschluss mit seinen kraftvollen Norikern, den Blauschimmeln - kraftvolle, stämmige, herrliche Pferde.
Beim Fest am Dorfplatz ging es trotz Schnee und Kälte lustig zu. Die Gäste wärmten sich bei Glühwein und Tee, die “Strawanzer” heizten zudem musikalisch kräftig ein. Es war ein gelungenes Fest mit vielen Besuchern.
Ein ganz großer Dank an alle Bauern, den Bauernherbstwirten, den Bäuerinnen, die für gute Krapfen und Kuchen bei diesem Fest sorgten, sowie allen Helfern - super, dass der Almabtrieb trotz Schnee und Kälte durchgeführt wurde. Authentischer geht es nicht!
Nachfolgend ein paar Eindrücke vom Filzmooser Almabtrieb am Montag, den 19. September 2011!
Dirndlgwandsonntag in der Pilzstube
Ein Bericht von Birgit Kirchgasser.
Eine wirklich gelungene und auch gut besuchte Veranstaltung im Rahmen des Bauernherbstes fand am Dirndlgwandlsonntag am Pilzhof statt. Bei herrlichem Wetter und musikalischer Umrahmung (Es sang der Filzmooser Frauenchor und spielte die Hallgrafen Musi) wurde offiziell das neue Filzmooser Dirndlgwandl präsentiert. Birgit Kirchgasser (Trachtengeschäft „Anders betrachtet „ in Filzmoos ) und Katharina Rettenwender (Damenschneidermeisterin aus Filzmoos) stellten sowohl das Werktagsgewand als auch die Festtagstracht vor. Anschließend gab es eine kleine Modenschau, professionell moderiert von Ilona Schörghofer. Treue Kunden aus dem Trachtengeschäft stellten sich als Modells zur Verfügung und meisterten dies mit Bravour. Sie wurden mit großem Applaus dafür belohnt.
Auch fürs leibliche Wohl wurde gesorgt. Nach köstlichen Hauptspeisen, wurde man mit göttlichen Kuchen verwöhnt . Ein großes Lob den Köchen , Kellner(innen) und dem Pächter des Hauses, Ritschy Jäger, die große Leistung erbrachten. Vielen Dank für diesen schönen Tag, der leider viel zu schnell verging!
- Dirndlgwandsonntag in der Pilzstube
- Filzmooser Frauenchor
- Filzmooser Dirndl
- Birgit Kirchgasser (Anders Betrachtet)
- Katharina Rettenwender (Damenschneidermeisterin)
- Katharina mit Filzmooser Dirndl
- Modeschau
- Modeschau
- Modeschau
- Modeschau
- Modeschau
- Modeschau
Präsentation Filzmooser Dirndlkleid am Kirchgasshof
Katharina Rettenwender vom Kirchgasshof, frisch “gebackene” Schneidermeisterin, eröffnete am elterlichen Bauernhof in Filzmoos ihre eigene kleine Schneiderei und präsentierte dabei auch das ”Filzmooser Dirndl”.
Die Idee eines Filzmooser Dirndlkleides stammte von Birgit Kirchgasser (Trachtengeschäft “anders betrachtet” in Filzmoos). Beim Zusammentreffen mit Katharina Rettenwender entstand vor einiger Zeit der erste Entwurf und dann in weiterer Folge die Fertigstellung sowohl eines Werktags- als auch eines Festtagsdirndlkleides. Die Farben des Dirndls sind angelehnt an das Filzmooser Wappen, welches rot, braun und grün gehalten ist.
An die Männer hatte Katharina ebenfalls gedacht. Damit sich diese in Einklang mit ihren Frauen zeigen können, hat Katharina ein Filzmooser Werktags- und Feiertagsgilet entworfen.
Das Interesse der einheimischen Bevölkerung am neuen Filzmooser Dirndl war riesig, und es kamen viele Besucher zur Präsentation. Anschließend wurde beim genüsslichen Verzehr des köstlichen Bauernhofeises noch angeregt geplaudert, das gemütliche Beisammensein wurde musikalisch von Stefan (Kirchgasshof) und Hannes (Großberg) umrahmt.
Es ist sehr erfreulich, dass das kleine Bergdorf Filzmoos nun auch mit einer eigenen Tracht aufwarten kann. Ein großer Dank an Katharina Rettenwender und Birgit Kirchgasser für ihre Ideen und ihr Engagement. Wir freuen uns auf künftige Feste und Veranstaltungen, bei denen Filzmooser Frauen einheitlich im Filzmooser Dirndl auftreten und so ihren Ort repräsentieren.
Herzlichst
Birgit Buchegger
Anbei einige Aufnahmen vom Filzmooser Dirndl.


Millimeterarbeit am Kirchplatz
Die Arbeiten für den Adventmarkt laufen auf Hochtouren. Heute Vormittag stellten wir die Adventhütterl auf.
Der Filzmooser Kirchplatz ist etwas eng, und wir mussten vier Hütten im Ausmaß 2 x 3 m mit Vordach am Kirchplatz mit einem LKW-Kran aufstellen. Burkhard Vierthaler, unser Fuhrunternehmer, holte zwei von den vier Hütterl beim Zimmerer ab. Jeweils zwei Hütten wurden auf einem langen Anhänger geladen, der von einem LKW gezogen auf den Kirchplatz fuhr. Die Straße von der Volksschule bis auf den Kirchplatz ist sehr eng und Burkhard jun. konnte mit dem langen Gefährt nur rückwärts auf den Kirchplatz fahren. Mir wurde beim Zuschauen schon ganz anders, für mich wäre es mit einem PKW bereits schwierig genug rückwärts zum Kirchplatz hochzufahren und Burkhard fuhr mit LKW und Anhänger “rückwärts” hinauf. Mein Kompliment und meine Hochachtung, für Burkhard jun. war dies überhaupt kein Problem.
Am Kirchplatz kam dann Burkhard Vierthaler sen. zum Einsatz. Mit viel Gefühl und Routine hievte er die beiden Hütten mit dem LKW-Kran herunter und stellte sie ganz eng an die Friedhofs- bzw. Gemeindeamtmauer ab. Hannes, unser Gemeindearbeiter, und zwei Zimmerer der Firma Rohrmoser drehten die Hütten richtig ein. Es war wirklich eine Millimeterarbeit, dass die Hütten nicht beim Pfarrhof, dem Gemeindeamt oder der Friedhofsmauer anstießen. Ich kann nur sagen, es waren Profis am Werk, sonst hätten wir dies nicht geschafft.
Alles ging gut, die vier Adventhütten stehen auf dem Kirchplatz und warten auf ihren Einsatz.
Ich freue mich riesig über die schönen Adventhütten, ich habe sie heute das erste Mal gesehen. Die Hütten sind kompakt und stabil, super verarbeitet und wunderschön gemacht von der Zimmerei Rohrmoser.
Als ich das zweite Mal auf den Kirchplatz kam, stellten gerade der Zwiesler Stefan und der Buschberg Georg die “Knusperhütte” auf. Dies ist eine kleinere Hütte auf Rädern mit bemalten Holz-Lebkuchen verziert. Diese Lebkuchenhütte wurde liebevoll von den Familien vom Zwiesler und Buschberg gemacht und ist eine große Bereicherung für unseren Adventmarkt.
Morgen binden wir noch Girlanden aus Tannenreisig für die Dachgiebel, am Freitag schmücken wir alles adventlich und am Samstag nach dem Einräumen der Hütten kann es wirklich losgehen. Ab 15.00 Uhr ist der Adventmarkt am Samstag geöffnet.
Zur feierlichen, offiziellen Eröffnung am Samstag den 27.11. um 18.00 Uhr, laden wir alle ganz herzlich ein.
Also - wir sehen uns am Adventmarkt bei einem Glühwein oder Tee.
Ihre
Eva Salchegger
Nachfolgend ein paar Schnappschüsse vom Aufstellen der Hütten




“Advent zum Filzmooser Kindl”
Der erste Schnee ist gefallen und hier in Filzmoos kommt man schon richtig in Advent- und Winterstimmung. In ca. 1 Monat wird der Adventmarkt beim Kirchplatz neben der Wallfahrtskirche Filzmoos eröffnet. Die Projektgruppe Advent arbeitet schon das ganze Jahr über fleißig für den “Advent zum Filzmooser Kindl”.
Ganz wichtig ist es uns, einen kleinen, aber feinen, stimmungsvollen Adventmarkt zu gestalten. Die Stände schmücken wir liebevoll mit Sternen und Tannenzweigen. Verkauft wird nur traditionelle Handwerkskunst und Selbstgebasteltes - keine importierte Ware aus China. Die Filzmooserinnen und Filzmooser basteln, werken, schnitzen, stricken und häkeln bereits mit Feuereifer für unseren ersten Adventmarkt.

Die Filzmooser Volksschulkinder backen Kekse mit ihren Müttern. Wawi vom Schaidlhof zeigt, wie man Adventkränze bindet - die fertigen Adventkränze kann man am 1. Adventwochenende am Adventmarkt kaufen. Darüber hinaus gibt es loses Tannenreisig, Weihnachtsgestecke, gefilzte Krippenfiguren, gedrechselte Holzschüsseln, Kerzen mit dem Motiv “Filzmooser Kindl”, selbst gemalte Bilder u.v.m. am Adventmarkt zu kaufen. Bestimmt finden Sie das eine oder andere Weihnachtsgeschenk oder Mitbringsel für Ihre Lieben.
Das Advent-Handarbeits- und Bastelfieber ist bei den Filzmoosern wirklich ausgebrochen - ich weiß es.
Meine Nachbarin “Lili” strickt und häkelt wunderschöne Hauben, Magdi aus dem Hinterwinkel hat uns bereits 6 liebevoll selbst gestrickte Kinderhauben zum Verkauf vorbei gebracht. Eine Haube ist schöner als die andere - am Liebsten würde ich sie alle selbst kaufen.
Peter schneidet liebevoll Holzherzen aus, Ernst gießt Kerzen in den verschiedensten Farben, Katja näht wunderschöne Kirschkernpolster aus Loden, Anneliese malt Bilder und die Gruppe rund um “Kirchgass Cilli” und “Nagl Betty” bastelt Weihnachtsschmuck, Weihnachtsbillets und, und, und.
Bei mir zu Hause sieht es ebenfalls aus wie in einer “Adventwerkstatt”. Wolle, Bänder, Häkel- und Stricknadeln, Klebepistole, Holzherzen liegen herum - auch mich hat das Advent-Handarbeitsfieber voll erwischt. Mehrere Hauben für Erwachsene und Kinder sind bereits fertig, darüberhinaus habe ich Pulswärmer, “Sms-Handschuhe” und Fingerlinge gestrickt. Die von Peter ausgeschnittenen Herzen dekoriere ich mit Bändern und Maschen. Kleine Lodenherzen werden mit Schlingstich umrahmt. Nach der Arbeit im Büro freue ich mich immer auf das Basteln in meiner “Adventwerkstatt” - es macht einfach großen Spaß.
Kommen Sie doch auch zum Adventmarkt und überzeugen Sie sich selbst von der Kreativität der Filzmooser.
Wir freuen uns auf Sie!
Eva Salchegger und die Projektgruppe Advent
Öffnungszeiten des Adventmarktes: An den 4 Adventwochenenden samstags jeweils von 15.00 - 19.00 Uhr, sonntags von 10.00 - 19.00 Uhr (nicht am 05.12.), dafür am Mittwoch 08.12. von 10.00 - 19.00 Uhr.
Hier finden Sie mehr Information über den “Advent zum Filzmooser Kindl”
Die “i-Tüpfelchen” beim Filzmooser Almabtrieb
Es fasziniert mich immer wieder, mit wie viel Liebe die Bauern beim Filzmooser Almabtrieb ihre Tiere schmücken. Die Pferde bekommen Zöpfe, Maschen und Blumen in Mähne und Schweif. Die Kühe mit ihrem prächtigen Kopfschmuck und wunderschönen Glocken, wissen dass sie die Hauptattraktionen beim Almabtrieb sind. Selbst die Kuhglocken sind noch mit Blumen und Zweigerl verschönert. Und das kleinste Kälbchen ist mit einem selbstgebunden Halsschmuck geschmückt.
Nicht nur die Tiere sind fein herausgeputzt, natürlich auch die Bauersleute, die Sennerinnen und Senner sowie die Bauernkinder. Alle habe Blumen am Hut, im Haar oder im Dirndlausschnitt - einfach wunderschön.
Besonders nett anzusehen sind die kleinen Mädchen, mit ihren schönen Frisuren und die Buben zünftig in der Lederhose.
Die Details machen es einfach aus - überzeugen Sie sich selbst auf den nachfolgenden Bildern.











Filzmooser Almabtrieb - bei traumhaftem Herbstwetter
Die Hochzeitsschnalzergruppe auf ihren stattlichen Rössern machten den Weg für die Kälber, Kühe, Pferde und Schafe frei, denn rund 3000 Zuschauer säumten den Weg entlang des Ortszentrums.
Den Anfang bildete der Kirchgassbauer mit seinem wunderschön geschmückten Fleckvieh von der Aualm. Seine stattlichen Norikerpferde (Blauschimmel) durften beim Almabtrieb ebenfalls nicht fehlen. Klaus wurde von seinem Sohn Stefan und den beiden feschen Sennerinnen unterstützt.
Das Pinzgauer Rind (die ursprüngliche Heimatrasse unserer Region) wurden von Elisabeth und Christian Salchegger vom Bögrainhof liebevoll herausgeputzt. Sogar die kleinen Kälber bekamen einen selbst gebundenen Halsschmuck. Franz-Josef der Junior vom Bögrain führte mit der Glock-Kuh (Leitkuh) die Herde an, die restlichen Kälber und Kühe schön aufgekranzt (geschmückt) folgten dem Bögrainbauern. Elisabeth die Bögrainbäurin, versorgte die Zuschauer am Rand mit “Schnurraus” (kleinen Lebkuchenstückchen).
Zwischen den Viehherden fuhren zahlreiche liebevoll bis ins Detail geschmückte Pferdegespanne durch den Ort. Die Sennerin “Brigitte” von der Sulzkaralm gab im Frühling ihrem Alois das “Ja-Wort” - das jung vermählte Brautpaar durfte auf der Pferdekutsche vom Wallehenbauern Platz nehmen. Die Kutsche vom Hammerhof lenkte der Gabriel, er hatte eine wahrlich wertvolle Fracht mit, Magdalena, Samuel und die kleine Lena saßen hinten im alten Leiterwagen der von einem Haflinger gezogen wurde.
Das Noriker-Tragpferd vom Schoberhof wurde von Cornel einem exzellenten Pferdezüchter mit allerlei altem Alm-Hausrat bepackt. Die fesche Steffi durfte mit dem Tragpferd und seinem Fohlen durch den Ort marschieren.
Zwei alte Sputnik´s holten die Bauern vom Buschberg und Schlossbichl aus ihrer Tenne und richteten sie für den Almabtrieb besonders nett her. Georg Jäger vom Buschberg hatte etwas ganz besonderes mit - das Meeräugel Wasser. Die Meeräugelquelle entspringt bei der Bögrainalm und ist ein rechts drehendes gesundes, frisches Quellwasser. Kostproben davon gab es anschließend beim Bauernherbstfest am Dorfplatz.
Alois der Leopichlbaucher lenkte den Spuntnik vom Schlossbichl. Er hatte eine lustige Fuhr, Musikanten spielten auf, Schlossbichl Lois rührte Butter in einem alten Butterfass. Begleitet wurde das Gefährt von zwei “Geisböcken” - die ”Zwiesler Matthäus” fest im Griff hatte.
Das waren nicht die einzigen Oldtimer, zwei alte Traktoren, der Steyr Traktor Bj. 1954 mit Heuwagen vom Oberhof und ein etwas jüngerer Traktor vom Bögrainhof tuckerten ebenfalls durch den Ort.
Den weitesten Weg hatte das Fleckvieh von der Krahlehenhütte/Sulzenalm. Sie kamen mit etwas Verspätung im Ort an. Die Tiere waren wie jedes Jahr wunderschön von Marianne und Karl Haitzmann und ihren Kindern herausgeputzt.
Erstmals dabei war ein Pferdegespann vom Zwieslerhof, kutschiert wurde es von zwei Oberösterreichern, die eigens dafür anreisten.
Den Abschluss des Almabtriebes bildete die große Schafherde vom Oberhofbauern. Die Bergschafe wurde vom Rinderfeld heruntergeholt. Angeführt wurden die Schafherde vom langjährigen Schafhirten Nikolaus Rettenwender - in Filzmoos unter “Lass Niggei” bekannt. Der Oberhofbauer Christian Salchegger mit Hund “Fee” und seine Helfer Großberg Hans und Alfi trieben die Schafe nach.
Ein herzliches Dankeschön allen Bauern und Helfern die auf irgendeine Art und Weise beim Filzmooser Almabtrieb mitwirkten. Das Almabtriebsfest und das Krapfenfest am Sonntag wurden bestens und mit viel Engagement von Resi Laubichler (Ortsbäurin) und Michael Schörghofer (Unterhofalm - Gastwirteobmann) organisiert.
Nachfolgend noch ein paar Bilder vom Filzmooser Almabtrieb!
Termin Almabtrieb 2011: Montag, 19. September!
Herzliche Grüße
Eva Salchegger
Tourismusverband Filzmoos

Filzmooser Hochzeitsschnalzer

Steffi mit dem Noriker Tragpferd vom Schoberhof

Traktor vom Bögrain

Gespann vom Wallehenhof

Sputnik vom Buschberg

Die Nachwuchs-Sennerinnen „Eva Maria & Lena“

Gabriel lenkt die Kutsche vom Hammerhof

Pinzgauer Rind vom Bögrainhof

Kälbchen vom Bögrainhof

Sputnik vom Schlossbichl

Gespann vom Zwieslerhof
Das Filzmooser Kindl
Weißt du warum Filzmoos ein Wallfahrtsort ist und viele Menschen zum Filzmooser Kindl pilgern?
Es wird berichtet, dass in jener Zeit, als die Gegend von Filzmoos noch Viehweide war, zwei Hirten ein Glöcklein läuten hörten und dort, wo heute die 1820 erbaute Ursprungskapelle steht, ein geschnitztes Jesukind fanden, das läutete und die Schwurfinger hob. Dieses Jesukind soll von den Hirten in den Nachbarort Altenmarkt gebracht worden sein, über Nacht ist es aber wieder zu seinem Standplatz nach Filzmoos zurückgekehrt. Das Gnadenbild wurde in das “Peterskirchlein”, die heutige Dorf- und Wallfahrtskirche in Filzmoos, gebracht und aufgestellt. Ihm werden Heilungen und Errettung aus Nöten zugeschrieben. Auch heute noch pilgern zahlreiche Menschen zum “Filzmooser Kindl”, um Kraft zu tanken und Heilung zu finden. Seit der großen Innenrenovierung 1959-1961 hängt es als Mittelpunkt der Kirche beherrschend im goldenen Strahlenkranz über dem Hochaltar. Das Filzmooser Gnadenbild ist eine spätgotische Figur des segnenden Jesukindes.
Filzmoos ist nie eine der großen Wallfahrten gewesen. Es waren immer die stillen und einsamen Beter, die ihre Anliegen zum Filzmooser Kindl getragen haben. Immer wieder wird beim Filzmooser Kindl auch um Kindersegen gebetet und wie wir immer wieder hören - erfolgreich.
Dass es nicht wenige Pilger sind die nach Filzmoos kommen, verrät die tief ausgetretene Türschwelle unter der Kirchentür.
In der kommenden Vorweihnachtszeit gibt es den “Advent zum Filzmooser Kindl” mit Adventmarkt am Kirchplatz, Weihnachtsidylle in der Hofalm und einem netten Adventprogramm mit täglichen kleinen Adventveranstaltungen.
Mehr über den “Advent zum Filzmooser Kindl” in einer meiner nächsten Blog-Geschichten.
In weniger als 4 Monaten ist bereits Weihnachten - aber momentan genießen wir noch den Spätsommer und den Herbst mit all seinen bunten Facetten in Filzmoos.
Herzliche Grüße
Eva






























































