Archiv für die Kategorie „Wandern“
Pilgern ist “In”
Pilgern ist “In” - daher freue ich mich umso mehr, dass ein neuer Pilgerweg durch Filzmoos führt. Der “St. Leonhard Pilgerweg” beginnt beim Dom in der Stadt Salzburg und geht über Hallein - Vigaun - St. Koloman - Voglau - Abtenau - Annaberg - Mahdalm - Filzmoos - Forstau - Oberhüttensee - Mariapfarr - bis in die Kirche nach St. Leonhard bei Tamsweg. In 12 Etappen führt der Pilgerweg durch den Tennengau, den Pongau und weiter in den Lungau. Die wunderbare Idee für diesen Pilgerweg stammt vom Tamsweger Dechant Dr. Markus Danner.
Zur Zeit werden die Tafeln für diesen Pilgerweg erhoben, im kommenden Sommer ist der Weg bereits durchgehend beschildert und es kann losgehen. Im Filzmooser Gebiet verläuft der Weg von der Mahdalm über Sulzkaralm zur Aualm (mit herrlichem Ausblick auf die majestätische Bischofsmütze). Von der Aualm geht es nach Filzmoos, durch das Ortszentrum Filzmoos hindurch und weiter Richtung Ramsau bzw. Mandling bis zum Stausee und dann gelangen Sie über den Talweg nach Mandling.
Filzmoos ist ein Wallfahrtsort, daher passt es sehr gut, dass dieser Pilgerweg durch Filzmoos führt. Pilger können einen kurzen Stopp bei unserer Wallfahrtskirche machen und zum ”Filzmooser Kindl” beten. Weitere Infos zum Filzmooser Kindl unter www.filzmooser-kindl.at.
Weitere Infos und Streckenverlauf zum neuen “Leonhardpilgerweg” finden Sie unter www.leonhardpilgerweg.at. Sobald der Weg durchgehend beschildert ist, werde ich eine Pilgerung auf diesem Weg unternehmen und Ihnen davon berichten.
Herzliche Grüße aus Filzmoos
Eva
70 cm Neuschnee…
Soviel Neuschnee ist doch ein wenig ungewohnt für den 14. Oktober….
Obwohl es nicht mehr viele Wandermöglichkeiten gibt, kann man doch noch einige schöne Touren unternehmen. Ein bisschen wärmer anziehen, Schneeschuhe mit und….. los geht´s!
Trotz Wind und Schnee sind wir mit Schneeschuhen von Filzmoos in die Hofalmen gewandert. Einfach querfeldein. Mit soviel Schnee braucht man keine Wanderwege mehr…
Schöne Schneeschuhwanderungen wünscht euch,
Coen
- Richting Hofalmen
- Richting Hofalmen
- Richting Hofalmen mit Schneeschuhe
- Wegweiser Richtung Latschenstüberl
- Terrasse Latschenstüberl
- Kapelle Mandlberggut
- Schneehaube
- Tiefe Winter
Für eine Vergrößerung, ein zweites mal auf das Bild klicken.
2-tägige Hüttentour
Wollte euch diese Bilder nicht vorenthalten… (im 2.Fenster noch mal klicken für Vergrößerung)
Sonnenuntergang bei der Gablonzer Hütte, genossen während einer 2-tägigen Hüttentour. Die Steinböcke am Steiglpass haben wir aus 7 Meter Entfernung fotografieren können! Für meinen Wandergast war es seine erste Hüttentour: “Eine super Tour, ein echtes Erlebnis”.
Route: Filzmoos - Th. Körner Hütte - Übernachtung auf der Gablonzer Hütte -
2. Tag: Steiglweg - Steiglpass - Hofpürglhütte - Filzmoos.
Als Anfänger-Hüttentour das Beste!
Schöne Hüttentouren wünscht euch,
Coen
3½ Stunden Schlaf und dann das…
Es ist 1 Uhr in der Nacht zum 01. September 2009 - meine Frau Elisabeth und ich kommen gerade von einer Geburtstagsfeier nach Hause, stehen vor unserem Haus und blicken in einen Himmel, übersät mit Millionen Sternen. Da überkommt mich wieder einmal der schon seit Wochen gehegte Wunsch, einen Sonnenaufgang am Rötelstein genießen zu wollen.
Der Entschluss war sofort gefasst – eine kleine Katzenwäsche und schnell ab ins Bett, um 4:30 Uhr wieder raus aus den Federn, wenn dies auch nicht sehr leicht fällt, kurzes Frühstück mit Kaffee und Honigbrot, Jause und Getränk richten, Wanderrucksack mit den notwendigen Utensilien (Wechselkleidung, Klopapier, Kamera, Pullover, Windjacke, Handy etc.), einpacken, Wanderstöcke nicht vergessen und raus in die kühle Nacht.
Die Fahrt Richtung Sulzenalm verläuft problemlos – kurz vor der Maut sitzen zwei Hasen mitten auf der Strasse und fühlen sich sichtlich gestört, als sie vom Lichtkegel meines Wagens erfasst werden – mein Erscheinen veranlasst sie aber dann doch, das Weite zu suchen und entschwinden so meinem Blickfeld.
Im Dunkel der sternklaren Nacht ist die Silhouette unseres Hausberges, der Bischofsmütze, nur schemenhaft auszunehmen, obwohl bereits ein leichter Grauschleier des herannahenden Morgens erkennbar ist.
Kurz vor der Wallehenhütte störe ich noch ein Reh, welches sich am Wegrand an taufrischen und schmackhaften Almgräsern erfreut. Es würdigt mich aber nur eines kurzen Blickes und findet es absolut nicht notwendig, seinen Standort zu verlassen. Es soll mir Recht sein und fahre langsam an ihm vorbei.
Zwei Minuten später erreiche ich den Ausgangspunkt meiner Gipfelwanderung. Eine totale Stille umgibt mich, als ich mich – bewaffnet mit Kamera und Fernglas – auf den Weg mache. Selbst die Frühaufsteher der Wallehenhütte, Maridi und ihre Tochter Maria scheinen noch die warmen Schlafdecken zu genießen. Nicht hastig aber doch flotten Schrittes geht es Richtung Sulzenhals. Es ist wundervoll, die Luft des heraufkommenden Morgens in die Lungen zu saugen und offenen Auges und Ohres das Erwachen des neuen Tages zu erleben.
Um 5:45 Uhr erreiche ich den Sulzenhals. Ein herrlicher Blick Richtung Osten eröffnet sich mir. Frischer Wind bläst von der Bachlalm herauf. Mit etwas Morgenrot kündigt sich ein prachtvoller Tag an. Ich bin froh über meine Entscheidung vor gut 4 Stunden.

- Morgenrot am Sulzenhals
Nach einer kurzen Rast, dem Genuss eines Pfirsichs und ein paar Schluck Wasser, setze ich zum “Gipfelsturm” an. Anfangs geht es noch zügig den Steig entlang, vorbei am Gedenkmarterl an Hofrat Dipl. Ing. Alfred Forstner und schließlich steil ansteigend, in Serpentinen, über eine lang gezogene Geröllhalde. Hier werden die Schritte schon etwas kleiner aber auch langsamer und ich bin froh, dass ich schon seit Jahren mit Wanderstöcken in die Berge gehe. Ich fühle mich damit einfach sicherer. Ebenso wichtig für mich ist das Schuhwerk. Es ist oft erschreckend anzusehen, in welchen “Latschen” einige Menschen in den Bergen unterwegs sind - einfach verantwortungslos. An dieser Stelle sei dem Tourismusverband Filzmoos unter der Führung von Evi Salchegger und der Firma LOWA für die Möglichkeit, Wanderschuhe einen ganzen Tag – Gratis - zu testen, herzlich gedankt – eine wirklich sinnvolle und wichtige Einrichtung – für Gäste und Einheimische gleichermaßen.

- Sonnenaufgang auf der Bischofsmütze
Beim Blick hinunter auf den Sulzenhals entdecke ich zwei Personen den Weg hochkommen, den auch ich gegangen bin. Wahrscheinlich jene Herrschaften aus dem vorher wahrgenommenen Fahrzeug. Auch sie halten dort kurz inne und gehen dann aber Richtung Sulzenschneid.

- Der Hochkesselkopf
Kurz vor dem Ausstieg ist noch eine kurze aber sehr steile Passage zu überwinden. Für dieses Teilstück schiebe ich meine Wanderstöcke zusammen und fixiere sie am Rucksack. Unter Zuhilfenahme meiner Hände durchsteige ich diese kleine Schlucht. Von nun an geht es gemächlich – zuerst noch etwas steil – dann jedoch übergehend auf einen flachen und sanften Almboden – Richtung Gipfel.
Das Ziel ist erreicht – es ist 6:40 Uhr – und ich bin glücklich, dieses noch vor Sonnenaufgang erreicht zu haben.

- Kurz vor dem Sonnenaufgang

- Nun ist es soweit - die Sonne kommt
Mutterseelen allein stehe ich am Gipfelkreuz, danke dem Herrn mit einem kurzen Gebet und genieße die Aussicht auf die bereits sonnenüberfluteten Berge rund herum und die noch mit einer leichten Dunstschicht überzogenen Täler. Einzig eine kleine Schafherde sehe ich und einige Bergdohlen gesellen sich um mich, wahrscheinlich in der Hoffnung, etwas essbares von mir abzubekommen. Diese Vögel sind wahre Flugkünstler, welche es großartig verstehen, die Aufwinde an den Felswänden zu nützen, um in kurzer Zeit große Höhen zu erlangen.

- Am Gipfel des Rötelstein
Nun ist Hemdwechsel angesagt. Man schwitzt ja doch ganz schön und es wäre fatal, nichts dagegen zu unternehmen. Die Jause wird ausgepackt und zusammen mit einer Dose Bier genossen. Meine Eindrücke halte ich auch kurz im Gipfelbuch fest und freue mich, unserem Schöpfer etwas näher zu sein. Der Rötelstein ist ja immerhin 2245 Meter hoch. Meiner Elisabeth schicke per Handy einen „Guten Morgen“ - Gruß und beschreibe auch ihr kurz meine Eindrücke. Einen kleinen Teil meiner Jause bekommen dann wirklich die schwarzen Vögel mit dem gelben Schnabel – die Bergdohlen.

- Ist es Neugier oder Hunger? - sie fressen aus der Hand
Mich interessieren nicht nur die Berge rings herum, ich kann mich auch an der wunderbaren Flora und Fauna nicht satt sehen. Was da kreucht und fleucht ist einfach überwältigend. Ich bin froh, in einer Gegend mit vier Jahreszeiten leben zu können.
Fast drei Stunden genieße ich die Einsamkeit und Schönheit unserer Heimat. Ich beobachte und erlebe das Erwachen von Mensch und Natur unten im Tal, verbunden natürlich auch mit dem Ansteigen des, wenn auch weit entfernten, Lärmpegels.
Erst am Weg zum Abstieg über dieselbe Route kommt mir eine Wanderin entgegen. Ein kurzer Gruß und einige Worte zu unser beider Vorhaben – dann bin ich wieder allein.
Erst etwa bei der Hälfte des Abstieges zum Sulzenhals höre ich die Stimmen von heraufkommenden Wanderern. Nun ist besondere Vorsicht geboten, um ja keine Steine los zu treten. Alles geht gut. Vom Hals zur Wallehenhütte bin ich fast im Laufschritt unterwegs, denn groß ist der Hunger auf eine herzhafte Würstelsuppe und ein kühles Bier bei den Sennerinnen Maridi und Maria.
Ein, für mich wahrlich schöner Tag – Danke lieber Herrgott, dass ich ihn erleben durfte.
Wandern, Wellness, Wohlfühlen
Diesen Spruch von Jeremias Gotthelf vor Augen, mache ich mir so meine Gedanken. Filzmoos und Wandern - das ist ganz klar. Filzmoos ist ein ganz klassisches Wandergebiet mit vielen wunderbaren Wegen. Dies zeigt in besonderer Weise auch der Filzmoos-Blog.

Sei mit den kleinen Dingen glücklich !
Filzmoos und Wohlfühlen - auch das passt zusammen. Eine Gemeinde mit 1400 Seelen, gemütlich und idyllisch. Hier ist man sofort zu Hause. Hier fühlt man sich wohl.
Filzmoos und Wellness - hier wird es schon schwieriger. Wellness kann ich in einem schönem Hotel machen. In einer kleinen Sauna. Beim Masseur. Aber wie passt Filzmoos hier in’s Bild ?
Nun - die ursprüngliche Bedeutung von Wellness ist Wohlfühlen. Wenn ich mich wohlfühle, betreibe ich “Wellness” für mich und meinen Körper.
Auch das Wandern selber ist “Wellness”. In dem oben erwähntem Sinn, sowie auch im medizinischem Sinn. Filzmoos-Ort liegt auf 1057 m, die Wanderungen gehen rauf bis ca. 2000 m. Wandern in diesen Höhenlagen ist ganz besonders gesund für Herz und Kreislauf. Verschiedenste Studien haben dies belegt - nicht umsonst nutzen diesen Effekt viele Spitzensportler.
Und die schönste Art von Wellness ist die Kunst, glücklich zu sein. Hier komme ich wieder auf den Spruch von der Einleitung zurück. Ich als Einheimischer bin oftmals blind. Ich kann die Schönheit unserer Gegend manchmal gar nicht erkennen. Wenn ich mit unseren Gästen gehe, werde ich immer wieder auf Details hingewiesen. Details, die erfreuen.

Die Welt mit offenen Augen sehen !

Unser Wanderchef Bio-Martin mit einem Murmeltier
Nicht umsonst ist Filzmoos das “Dorf der Sinne”. Erfreuen Sie sich an den kleinen Dingen des Lebens, und werden Sie glücklich. Wellness in seiner schönsten Form.

Detail von der Weitenhausalm

Alle Fotos (c) Herr Eichler - besten Dank !
Mit seiner Kamera und offenen Augen ging hier Herr Eichler durch unseren Ort, schönen Dank für die wundervollen Aufnahmen !
Schönen Tag noch,
Habts Wellness in enk, Pfiat Enk, Euer Michi
Dreharbeiten zu “Harry´s liabste Hütt´n”
Wie schon beim ersten Dreh in Filzmoos haben wir auch dieses Mal wieder Glück mit dem Wetter. Mit wolkenlosem, blauem Himmel, Sonnenschein - einfach Postkartenwetter - präsentiert sich Filzmoos dem ORF-Team. Die Aufnahmen für die letzte Folge von “Harry´s liabste Hütt´n” vom Salzburger Almenweg, werden dieses Mal direkt im Ort beim Fiakerwirt gemacht. Bei dieser letzten Sendung kommen Einheimische und Gäste zu Wort, die auf dem Salzburger Almenweg gewandert sind, oder eine besondere Beziehung zum Salzburger Almenweg haben.
Das sind:
Christine und Kurt aus Linz - sie haben den Salzburger Almenweg aufgeteilt auf 2 Sommer begangen.
Aski aus Werfen - der Rekordhalter, er hat die 350 km in 12 Tagen abgewandert.
Brigitte und Paul aus Salzburg bzw. Filzmoos - die Beiden sind die 31 Etappen des Weges diesen Sommer gewandert und Paul - ein leidenschaftlicher Pilot, hat den Salzburger Almenweg mit Kameramann “Christian” mit dem Segelflieger abgeflogen.
Friederike - eine junge Studentin aus Deutschland hat ihre Diplomarbeit dem Salzburger Almenweg gewidmet.
Ehrengäste Franz und Rolanda: Hüttenwirte der Hachaualm in Wagrain.
Mit einem Jodler begrüßt der Fiakerwirt “Schorsch” - Harry Prünster und die Gäste vor laufender Kamera. Danach kommt eine kurze Vorstellungsrunde und schließlich die Gesprächsrunden mit den eingeladenen Gästen. Jeder erzählt von seinen besonderen Erlebnissen auf dem Salzburger Almenweg.
Friederike beleuchtet den Salzburger Almenweg etwas von der wissenschaftlichen Seite. Dafür verbrachte sie den letzten Sommer auf drei Almen des Salzburger Almenweges. Friedericke arbeitete unentgeltlich nur für Kost und Logis auf den Almen mit und befragte nebenbei rund 370 Wanderer über den Salzburger Almenweg.
Brigitte und Paul hatten ein lustiges Erlebnis mit einem Windstoß und der Handy-Suche!!! Christine und Kurt machten auch so ihre Erfahrungen beim Wandern. Aski übernachte manchmal sogar im Freien.
Mehr verrate ich nicht, schauen Sie sich die Sendung am Sonntag, den 13. September 2009 um 17.25 Uhr auf ORF 2 an.
Nur eines noch, die Hüttenwirte “Franz und Rolanda” wurden als Ehrengäste zu dieser Sendung eingeladen, da Franz seine Rolanda mit einem Heiratsantrag vor laufender Kamera bei der Sendung “Harry´s liabste Hütt´n” aus Wagrain überraschte.
Und jetzt noch einige Fotos vom Dreh.











Bauernherbst in Filzmoos
Endlich ist es soweit, der Bauernherbst hat Einzug gehalten. Barbara Vierthaler hat vor kurzem von den Bauernherbstvorbereitungen berichtet. Jetzt stehen schon alle Heufiguren und Dekorationen rund um den Bauernherbst. Wie man anhand der Bilder sehen kann, haben sich die Bäuerinnen viel Mühe gegeben und die Arbeit hat sich wirklich gelohnt.



In der Herbstzeit ist besonders das Wandern traumhaft schön. Die Temperaturen sind angenehm, die Luft ist klar und die Fernsicht ist grandios. Da ist einem der eine oder andere “Salzburger Schluck” während der Bauernherbstzeit bei den zahlreichen Festlichkeiten auf den Almen und im Dorf wohl vergönnt.
Unsere Highlights die sie nicht versäumen sollten:
Sonntag, 06. September 2009, 13.00 Uhr
VOLKSTANZFEST im Hotel Bischofsmütze.
Es wird getanzt und gelacht mit der “D´Bergkräutler Tanzlmusi”.
Sonntag, 13. September 2009, 11.00 Uhr
HÜTTENGAUDI auf der Krahlehenhütte/Sulzenalm.
Krapfenspezialitäten aus den Salzburger Regionen: Pongauer Fleischkrapfen, Tennengauer Dampflkrapfen, Krautkrapfen, Pofesen u.v.m. Livemusik!
Donnerstag, 17. September 2009, 11.30 Uhr
SCHAFISCHÖ auf der Oberhofalm.
Schafschur, bäuerliches Handwerk wie Spinnen, Filzen… Ab 13.00 Uhr spielt die
“St. Johanner Hoagaschtmusi”. Schaf- und Wildspezialitäten.
Sonntag, 20. September 2009, 08.30 Uhr
FILZMOOSER ERNTEDANKFEST
Aufstellung der Vereine am Dorfplatz, Segnung der Erntekrone, Prozession der Vereine zur Pfarrkirche, Festgottesdienst, anschließend Erntedankfest.
Montag, 21. September 2009, 11.00 Uhr
FILZMOOSER ALMABTRIEB im Ortszentrum von Filzmoos.
Livemusik, Rahmenprogramm, für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Eintreffen der Tiere um ca. 13.00 Uhr.
Haben Sie jetzt auch Lust bekommen, einmal das Tanzbein zu schwingen? Oder lernen Sie lieber das ländliche Handwerk kennen? Bauernherbst heißt auch bäuerliche, hausgemachte Produkte oder herbstliche Spezialitäten nach Oma´s Kochbuch zu verkosten…
Sonnige Grüße und bis bald in Filzmoos!
Martina
“Kramer Sattel” - mein Lieblingsberg
Endlich fand ich Zeit um auf meinen Lieblingsberg den “Kramer Sattel” zu wandern. Am Sonntag, bei herrlichem Wanderwetter startete ich um 9.00 Uhr von der Aualm, wanderte hinauf zur Hofpürglhütte und weiter über den Linzer Steig bis zur Abzweigung zum Kramer Sattel. Am Weg zur Hofpürglhütte genoss ich die herrliche Alpenflora. Ein Fotograf aus unserem Nachbarort Ramsau erzählte mir, dass weit und breit die herrlichste Alpenflora im Gebiet der Aualm zu finden ist. Jedes Jahr so Mitte/Ende Juni macht er sich auf den Weg in die Aualm und fotografiert Blumen. An die 70 verschiedene Blumensorten hat er gezählt. Ich kann dem nur zustimmen, ich wandere gerne und komme hin und wieder in andere Gebiete - aber so eine vielfältige Alpenflora findet man nur hier.
Von der Hofpürglhütte ging ich weiter unterhalb des Klettergartens den Linzersteig entlang, bis ich nach der Abzweigung Steigl Pass zur Abzweigung “Kramer Sattel” kam. Ich überquerte ein kleines Schneefeld, und zwei ausgewaschene Gräben auf einmal hörte ich ober mir das Geräusch von herabfallenden Steinen. Ich schaute etwas ängstlich und angestrengt nach oben, nach einiger Zeit entdeckte ich in einem Geröllfeld eine kleine Gruppe Gämsen die über das Geröllfeld huschten und den Steinschlag auslösten. Gott sei Dank war ich weit entfernt und es bestand für mich keine Gefahr von den Steinen getroffen zu werden.
Fasziniert beobachtete ich die Gruppe Gämsen, die herumhüpften als wären sie auf einem Spielplatz. Nach kurzer Rast wanderte ich weiter, immer wieder hörte ich das Pfeifen von Murmeltieren. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte kein Murmeltier sehen, hörte nur ihre Warnpfiffe. Den Wandersteig hinauf zum Kramersattel säumen Enziane, Almrausch, Kuhschelle und viele andere kleine Blumen die ich nicht namentlich kenne. Jeder Kräuterhexe schlägt das Herz am Kramersattel höher - Silber- und Frauenmantel in Hülle und Fülle, bestimmt noch jede Menge andere Bergkräuter säumen den Weg - ich kenne sie leider nicht. Irgendwann beschäftige ich mich mit der Kräuterkunde, denn es heißt nicht umsonst “Jedem Wehwechen ist ein Kraut gewachsen”.
Nach rund 2 Stunden Gehzeit komme ich am Kramersattel an. Jedes Mal ist es wieder ein Erlebnis wenn man den Rücken entlang geht und auf einmal der hintere Gosausee tief unten auftaucht. Ruhig in tiefgrüner Farbe, umgeben vom Lärchenwald liegt er dort unten.
Ich suche mir ein windstilles Platzerl und packe meine Jause aus. Es gibt nichts Schöneres wie dieses Fleckerl Erde, so empfinde ich es immer wieder hier heroben. Die Sicht auf den Gosaugletscher mit Adamekhütte, Torstein, Hochkesselkopf, Gosaukamm und Bischofsmütze ist wunderbar. Was mir jedoch am meisten hier heroben gefällt, ist die Stille. Nur wenige Wanderer verirren sich auf den Kramersattel. Der Weg ist nicht markiert und nur wer den Weg kennt, findet hier hoch.
Vor einigen Jahren war ich mit einer Freundin hier heroben am Kramer Sattel, wir lagen in der Sonne auf einmal tauchte ganz majestätisch in 50 m Entfernung ein Steinbock auf. Neugierig beobachtete er uns und wir ihn, er lies sich durch uns keineswegs stören. Legte sich hin und machte in Sichtweite von uns ebenfalls sein Mittagsschlaferl. Das war bis jetzt das schönste Erlebnis am Kramersattel. Ich dachte Steinböcke sind scheue Tiere, aber ein Jäger klärte mich auf, dass Steinböcke sehr neugierige Tiere sind und nicht so scheu.
Nach ca. 1 Stunde Rast mache ich mich auf den Rückweg. Beim Hinuntergehen wechselte unter mir ein stattlicher Gamsbock von einer Seite zur anderen und querte meinen Weg. Kurz vor der Hofpürglhütte beobachtete ich im Klettergarten mehrere Gruppen Kletterer, die die verschiedensten Routen ausprobierten. Der “Klettergarten Hofpürglhütte” ist einer der größten und best ausgebautesten Klettergärten Österreichs. Viele Kletterer nutzen den Klettergarten zum Trainieren.
Bei der Hofpürglhütte kehrte ich dieses Mal nicht ein. Ich ging bis zur Kirchgasshütte/Aualm hinunter und dort empfing mich “Justi und Lilli”, die beiden jungen Sennerinnen, die heuer das erste Jahr auf der Aualm sind. Einige Einheimische traf ich auf der Aualm und bei Frichkäse mit Tomaten, Balsamico Essig und Olivenöl lies ich es mir gut gehen. Als süssen Abschluß noch ein Kaffee und einen Krapfen - einfach herrlich.
Ich habe diesen Sonntag sehr genossen und mir Kraft für eine Arbeitswoche geholt. Wenn Sie etwas Kondition haben und trittsicher sind, empfehle ich Ihnen den Kramer Sattel. Nehmen Sie sich jedoch einen Wanderführer, da der Weg nicht markiert ist. Coen und Martin von ”Filzmoos Aktiv” gehen gerne mit Ihnen hinauf. Ungefähr alle 2 Wochen ist der Kramer Sattel auch im Wanderprogramm von “Filzmoos Aktiv”.
Vielleicht treffen wir uns einmal am Kramer Sattel
Ihre
Eva Salchegger
Auf den nachfolgenden Fotos sehen Sie den tiefblauen kleinen Enzian, Almrausch (Alpenrosen) mit Hintergrund Bischofsmütze, und einen Steinbock, den ich dieses Mal leider nicht am Kramer Sattel gesehen habe.



“kumm auffi! - loss da´s guad geh!”
Vom 28. Juni bis 05. Juli 2009 fand wieder das einzigartige Event “kumm auffi! - loss da´s guad geh! am Almsee bei den Hofalmen statt. Es war eine großartige Veranstaltung. Ein Almwohnzimmer mit vielen individuellen Sofas hat am Almsee und rund um den Almen zur Rast eingeladen.
Das Ambiente des Almwohnzimmers in freier Natur inmitten der idyllischen Naturkulisse der Bischofsmütze war einfach großartig. Hier konnte man abschalten und den Alltag hinter sich lassen.
Programmpunkte wie die Kindermalwerkstatt, das Almrosenfest auf der Unterhofalm, der Bergfilm “Im Reich des Steinadlers”, das lustige Kinderprogramm mit dem Clown Lupino, der Diavortrag von Herbert Raffalt… waren ein voller Erfolg. Die Besucher waren alle begeistert und freuen sich schon auf “kumm auffi!” - loss da´s guad geh!” im nächsten Jahr (voraussichtlich von 04. bis 11. Juli 2010).
Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr im Rahmen von “kumm auffi!” eine Musikantenroas mit jungen Musikanten vom Leit´n Toni jun. Viele junge Musikanten aus Filzmoos, Eben, Altenmarkt, Flachau, Wagrain, Radstadt, Forstau und Pichl musizierten auf der Unterhof- und Oberhofalm, im Almwohnzimmer am Almsee und bei der Bögrainalm.
Hier geht´s zu unserer Bildergalerie.
Vielleicht haben Sie Lust bekommen und besuchen uns im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: “kumm auffi! - loss da´s guad geh!”.
Mit herzlichen Grüßen aus dem sonnigen Filzmoos!
Martina



Schneckenralley, See wo normalerweise kein See ist!
Letzte Woche bekam ich lieben Besuch aus Niederösterreich. Wir wollten wandern, da es aber regnete wußten wir nicht recht, ob wir gehen sollen oder nicht. Richtig Lust hatte keiner von uns beiden, aber dann entschlossen wir uns doch für eine kleine Wanderung in die Hofalm. Gut ausgerüstet mit festen Wanderschuhen, Regenjacke, Kapperl und Schirm gingen wir durch den Ort Richtung Mautstelle. Wir überholten eine kleine Gruppe Kinder und Erwachsene, die alle eine Dose mit Blättern ausgelegt in der Hand hielten, und am Boden herum suchten. Ich fragte ein Kind: “Was sucht ihr denn?” “Wir haben Schneckenralley”, sagte dieses darauf und zeigte mir stolz seine Schnecken, die auf Blätter in der flachen Dose saßen. Natürlich alles Schnecken mit Häuser und keine “Nacktschnecken”. Die anderen Kinder umringten mich ebenfalls und jeder zeigte mir seine Schnecken-Ausbeute und sie erklärten mir: “Wer die meisten Schnecken findet ist Sieger und bekommt einen Preis”. ”Gertraud” die Kinderanimateurin vom Filzmooserhof, die die Kinder begleitete hatte diese Schlechtwetter-Idee. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und hatten riesigen Spaß bei der Schneckensuche und bemerkten überhaupt nicht das es regnete und kalt war. Gertraud erklärte mir, die Schnecken werden natürlich alle wieder auf der Wiese ausgesetzt und keiner Schnecke geschieht etwas.
Die Idee finde ich einfach großartig, Gertraud geht trotz schlechtem Wetter hinaus in die Natur und unternimmt etwas im Freien mit den Kindern. Ich denke viele Stadtkinder haben vorher noch nie eine Schnecke in der Hand gehabt.
Nach diesem netten Erlebnis wandern wir weiter über den Naturwanderpfad Richtung Hofalm. Mein Begleiter war fasziniert von den Steinen die am Weg, bzw. im Bach entlang des Weges lagen. Wir fanden weiße, grünliche, braune, dunkgelgraue, rote Steine - Steine in verschiedensten Formen und Farbschattierungen. Durch den Regen kamen die Farben der Steine noch intensiver heraus. Immer wieder nahm er die schönsten Steine mit, sein Rucksack wurde immer schwerer und schwerer und wir entschlossen uns kleine Steindeponien am Wegesrand zu machen um beim Heimweg die Steine aufzusammeln.
Wir wanderten so dahin und zweigten auf den Wanderweg, links der warmen Mandling Richtung Unterhofalm, ab. Auf einmal sehe ich einen See, wo ich vorher noch niemals einen See gesehen habe. Durch den vielen Niederschlag hatte sich in der Senke neben dem Weg ein See mit ca. 60 cm Tiefe, 10 m Länge und 4 m Breite gebildet. Beeindruckt schaute ich auf diesen See. Durch das glasklare Wasser bekamen die Gewächse, die in dieser Senke wachsen ganz intensive Farben und andere Dimensionen. Die Farne in intensivem grün, Sträucher mit braun-grünen Blättern bewegten sich im Wasser, Blumen in leuchtendem gelb, Steine und Wurzeln alles wirkte ganz anders, viel größer, fast unwirklich - irgendwie wie in einem Aquarium. Ich war fasziniert und habe so etwas vorher noch nie gesehen.

See mit der Blütenpracht
Wir wanderten weiter und nach ca. 20 Minuten erreichten wir die Unterhofalm, wir setzten uns an den Tisch am offenen Kamin. Feuer brannte im Kamin und wärmte uns, wir fühlten uns rundum wohl. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen in der Unterhofalm schauten wir noch auf einen Kaffee und Topfenstrudel in der Oberhofalm vorbei. Plauderten etwas mit Monika und Harry den Hüttenwirten, schäkerten mit den Zwillingen “Moritz und Marie” - die ausgesprochen süß sind.
Beim Rückweg von der Oberhofalm tranken wir vom köstlichen Wasser der Meeräugelquelle beim Brunnen vor der Bögrainalm. Dieses Wasser ist so frisch und herrlich und jedes Mal wenn ich an diesem Brunnen vorbei komme trinke ich davon. Einige Einheimische und sogar ein paar Ramsauer fahren extra in die Bögrainalm und holen sich das “Meeräuglwasser”. Ich habe es selbst schon ausprobiert, mann kann das Wasser tagelang in einer Glasflasche stehen lassen, diese Wasser wird nicht abgestanden oder schal, es ist immer frisch.
Immer wieder regnete es am Rückweg, aber das machte uns gar nichts aus. Bei Regen duftet der Wald förmlich, die Gerüche des Holzes, der verschiedenen Sträucher, des Grases alles ist soooo intensiv. Die Luft ist so frisch und kühl, das kann doch nur gut für die Haut sein. Nachdem wir unsere Steine von den Steindeponien aufgesammelt haben sind wir am späten Nachmittag glücklich nach Hause gekommen.
Gott sei Dank haben wir uns aufgerafft und sind auch bei Regenwetter wandern gegangen. Es war wirklich ein wunscherschöner Tag, wir haben ihn sehr genossen.
Viel Spaß bei Ihrer nächsten Regenwanderung wünscht Ihnen
Eva













