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Im Rinderfeld wird’s ruhig
Der Almsommer ist zu Ende, und somit wird es auch in der herrlichen Hochalm des Rinderfeldes wieder ruhiger. Christian, der Oberhofbauer und ich, sein Freund und Helfer, haben vor kurzen an einem herrlich nebeligen Morgen die letzten 33 Rinder heruntergeholt, nachdem die Besitzer der Pferde diese kurz vorher schon heimgeholt oder auf die Niederalm gebracht haben. Nach einem derart schönen Almsommer wie heuer kommt einem das Almgebiet doch schon seltsam leer vor und so ruhig, weil ja auch die Glocken fehlen.

Jetzt beherbergt das Rinderfeld noch gut 60 Schafe. Wir mussten diese ja auch einige Male ins Tal holen – einmal zur “Schafischö” und dann noch einmal zum Almabtrieb – Veranstaltungen, die zum Bauernherbst gehören. Jetzt sind die lieben Tiere wieder bei ihrem großen Loch in der Nähe des Reißganges und werden dort bleiben, bis der erste Schnee kommt.

Aber es gibt ja noch andere Tiere zu sehen, wie zum Beispiel “Bernhard und Bernhardette”, so habe ich die Murmeltiere getauft, die ich oft im Rinderfeld “beschleichen” konnte. Sie sind jetzt dabei, sich den Winterspeck anzufressen und Ihren Bau für den Winterschlaf herzurichten.

Wer offenen Auges durch die Hochalm etwas abseits des Weges geht, kann hier und da auch schon mal eine Wasserlake finden, in der sich an schönen Tagen die Mütze, Kramer- und Grummetspitzen und der Sammetkopf spiegeln.

Und wer vom Rinderfeld über den Steig 617 zur Hofpürglhütte geht, mus etwa auf halber Strecke höllisch aufpassen. Da ist bei einem Graben eine Querung mit einem Bergseil “abgesichert”, das sich jedoch in der linken Hälfte in Auflösung befindet und tunlichst nicht angerührt werden sollte. Ich habe das dem Alpenverein gemeldet, der Obmann der Sektion Linz, ist allerdings nach Ansicht von “Fachleuten”, u. a. des Hüttenwirtes der Hofpürglhütte, der Ansicht, dass dieses Seil noch durchaus tragfähig sei, obwohl von den ursprünglich 14 “Schnüren”, aus denen der Kern besteht, sechs bereits gerissen sind und lose herunterhängen und nur noch 3 Stück Spannung haben – die restlichen 5 hängen locker durch und würden also keinen Sturz mehr abfangen können. Also Vorsicht!

Vom Almabtrieb werde ich vielleicht gesondert berichten, aber ich muss hier unbedingt ein Bild einfügen das ein Huhn zeigt, das von einem Mädchen für den Almabtrieb herausgeputzt wurde. So werden auch die kleinen Tiere nicht vergessen!!
